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Zuzahlungen, Eigenbeteiligungen und Belastungsgrenzen

Für eine Reihe von Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen hat der Gesetzgeber Zuzahlungen beschlossen, die die Versicherten selbst tragen müssen, wie z. B. 10 % auf Arznei-, Verband-, Heil- oder Hilfsmittel.

Gesetzliche Zuzahlungen sind nur bis zur individuellen Belastungsgrenze zu leisten. Die individuelle Belastungsgrenze für Zuzahlungen beträgt 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen des Familienverbundes. Nicht berücksichtigt werden hierbei Eigenanteile wie z. B. bei Zahnersatz oder Privatleistungen (Bsp. IGEL-Leistungen). Bei Familien werden (Stand 2020) für den Ehepartner 5.733,00 € und für jedes familienversicherte Kind 7.812,00 € als Abschlag von den Gesamtbruttoeinnahmen abgezogen.

Für einige Personengruppen gelten besondere Regelungen. Wer z. B. wegen einer schwerwiegenden chronischen Krankheit in Dauerbehandlung ist, hat nur Zuzahlungen bis 1 % seiner jährlichen Bruttoeinnahmen zu leisten. Diese Belastungsgrenze gilt für den gesamten Familienhaushalt.

Eine Zuzahlungsbefreiung ist möglich, sobald Ihre Zuzahlungen Ihre kalenderjährliche individuelle Belastungsgrenze erreichen.