Zusatzbeitragssatz

Der Beitragssatz der BKK RWE bleibt 2021 stabil!

Trotz der deutlichen Ausgabensteigerung im Gesundheitswesen und der massiven Umverteilung der Finanzreserven der Krankenkassen geht die BKK RWE mit einem stabilen Gesamtergebnis aus dem Jahr 2020 heraus. Das liegt im Wesentlichen an Änderungen im Risikostrukturausgleich unter den Krankenkassen, der die regionale Mittelverteilung ab nächstem Jahr zielgenauer abbildet.

Der Zusatzbeitragssatz der BKK RWE beträgt auch 2021  1,4 Prozent. Der Gesamtbeitragssatz bleibt stabil bei 16,0 Prozent. Arbeitnehmer (bzw. Rentner) und Arbeitgeber (bzw. Rentenversicherungsträger) tragen den Gesamtbeitragssatz je zur Hälfte.

Der Verwaltungsrat folgte am 04. Dezember 2020 dem Vorschlag von Vorstand Torsten Dette, den Zusatzbeitragssatz stabil zu halten. „Bereits im ersten Quartal 2020 war die Haushaltsplanung 2020 zur Makulatur geworden, nachdem im März im Zuge der Corona-Pandemieentwicklung die Risiken der Finanzentwicklung in der GKV deutlich wurden. Schnell zeichnete sich ab, dass der im Frühjahr eingeleitete Lockdown mit allen damit verbundenen gesetzgeberischen Maßnahmen zu einer vorübergehenden Entlastung der GKV im zweiten Quartal führen würde.“, so Dette. „Aber auch die Reformgesetze des Gesundheitsministeriums aus 2019 wie das Terminservicegesetz und das Pflegepersonalstärkungsgesetz hatten Einfluss auf die Ausgaben der BKK RWE. Ein finanzieller Ausgleich wurde nur durch die Änderungen im Risikostrukturausgleich geschaffen, der die regionale Mittelverteilung jetzt wesentlich zielgenauer abbildet.“

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz aller Krankenkassen erhöht sich aufgrund der Kostensteigerungen im Gesundheitswesen. Der Gesetzgeber musste diesen um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent anpassen.

Die BKK RWE hält an ihrer Strategie fest, umfassende Leistungen und Services anzubieten, die weit über das vom Gesetzgeber vorgegebene Maß hinausgehen. „Mit unserem Zusatzbeitragssatz profitieren die Mitglieder der BKK RWE von einer sehr guten Gesundheitsversorgung. Wir wollen unseren Versicherten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Mit unserem umfassenden Leistungsangebot, das wir noch weiter ausbauen werden, sind wir auch 2021 für unsere Kunden da“, erklärt Torsten Dette.

Die BKK RWE informiert zusätzlich alle Mitglieder nach dem Beschluss des Verwaltungsrats schriftlich zum stabilen Zusatzbeitragssatz.

Mehr zu den Extra-Leistungen der BKK RWE lesen Sie hier.

Zusatzbeitrag – was ist das eigentlich?

Der Schätzerkreis des Bundesversicherungsamts hat die finanziellen Rahmenbedingungen der gesetzlichen Krankenversicherung für die Jahre 2020 und 2021 geschätzt. Für 2021 ergibt sich hieraus eine Anhebung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes um 0,2 Punkte auf 1,3 Prozent. Der durchschnittliche Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung liegt laut Schätzerkreis 2020 bei 15,9 Prozent.

Hintergrund:

Seit dem 01.01.2015 können die gesetzlichen Krankenkassen über einen Teil der Beiträge wieder selbst bestimmen. Dazu wurde der allgemeine Beitragssatz um 0,9 Punkte auf 14,6 Prozent gesenkt. Den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte.

Auf diesem Niveau ist es den Kassen dann möglich, entsprechend der Finanzlage und des Leistungsangebots einen individuellen Zusatzbeitragssatz zu erheben.

Der Beitragsanstieg wird damit über den sogenannten Zusatzbeitrag erbracht, den die Versicherten bis Ende 2018 alleine schultern mussten. Seit 01.01.2019 teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch den Zusatzbeitragssatz.

Auch die Deutsche Rentenversicherung übernimmt seit dem 01.01.2019 die Hälfte des von den Rentnern aus der gesetzlichen Rente zu zahlenden Zusatzbeitrages.

Durch den Zusatzbeitrag will der Gesetzgeber einen größeren Wettbewerb zwischen den Krankenkassen erreichen.

Der Zusatzbeitragssatz liegt 2021 laut Schätzerkreis im Branchenschnitt bei 1,3 Prozent: Ob diese Einschätzung realistisch ist, wird man erst am Jahresende 2021 beurteilen können.

Sondereffekte sowie Unsicherheiten aus den Folgen einer äußerst dynamischen Gesetzgebung der letzten Zeit, wie bspw. eine umfassende Reform des Risikostrukturausgleichs prägen die Finanzlage der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Hinzu kommen die derzeit noch nicht vollständig absehbaren Effekte aus der Covid-19-Pandemie in diesem sowie im kommenden Jahr, die sich sowohl auf das Leistungsgeschehen der GKV (in positiver und negativer Hinsicht) als auch – über die konjunkturelle Entwicklung – auf die Finanzierungsbasis des Gesundheitsfonds auswirken. Voraussichtlich wird die Pandemie summa summarum 2020 nicht zu einer Überlastung der GKV führen, da die Inanspruchnahme von Leistungen durch die Versicherten deutlich zurückgegangen ist und die direkten Ausgaben der Kassen für Pandemiekosten und diverse Schutzschirme diese Ausgabenrückgänge wohl nur leicht übersteigen. Die Effekte für 2021 sind nur schwer prognostizierbar.

Mit dem Kabinettsentwurf des Gesetzes zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege (GPVG) verschärft sich nun die Ausgangslage für 2021. Acht Milliarden Euro ihrer Finanzreserven sollen die Krankenkassen in den Gesundheitsfonds abführen, indem sie im Laufe des kommenden Jahres zwei Drittel aller Betriebsmittel und Rücklagen oberhalb des Wertes von 0,4 Monatsausgaben in monatlichen Raten an den Gesundheitsfonds abführen.

Zusätzlich sorgt eine Flut von abgeschlossenen sowie derzeit noch im Entwurfsstadium befindlicher Gesetzesvorhaben zur Bewältigung der Pandemie für eine Vielzahl von Ausgaben- und Einnahmenrisiken in der Zukunft. Unter Corona-Bedingungen können die finanziellen Effekte aus der begonnenen bzw. noch anstehenden Umsetzung von Elementen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG), des MDK-Reformgesetzes sowie des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes (PpSG) nicht sicher beurteilt werden.

FAQ Fragen und Antworten zum Zusatzbeitrag

Wer entscheidet über den Zusatzbeitragssatz einer Krankenkasse?

Krankenkassen können seit 2015 einen Zusatzbeitrag zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens erheben. Dieser ist individuell von Krankenkasse zu Krankenkasse verschieden und wird nur dann erhoben, wenn der Finanzierungsbedarf einer Krankenkasse durch die Zuweisung aus dem Gesundheitsfonds nicht gedeckt ist. Das Bundesministerium für Gesundheit hat den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen für 2021 auf 1,3 Prozent festgelegt, Ob diese Einschätzung realistisch ist, wird man erst am Jahresende 2020 beurteilen können.

Eine Obergrenze für den Zusatzbeitrag besteht nicht.

Wenn meine jetzige Krankenkasse ihren Zusatzbeitragssatz erhöht – kann ich dann problemlos wechseln?

Wenn die Krankenkasse erstmalig einen Zusatzbeitrag erhebt oder den Zusatzbeitragssatz erhöht, kann das Mitglied seine Krankenkasse auch ohne Einhaltung der grundsätzlich bestehenden 18-monatigen Bindungsfrist wechseln und z. B. Mitglied der BKK RWE werden. Hier räumt der Gesetzgeber ein Sonderkündigungsrecht ein.

Beispiel Sonderkündigungsrecht bei Erhöhung des Zusatzbeitrages:

  • Versicherungspflichtiger Arbeitnehmer, Beginn der Mitgliedschaft 01.11.2020
  • Erhöhung des kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes von 1,1 % ab 01.01.2021
  • Sonderkündigung möglich bis 31.01.2021
  • Krankenkasse muss ihrer Hinweispflicht nachkommen bis 31.12.2020
  • Eingang der Sonderkündigung am 17.01.2021

Lösung:

Die Mitgliedschaft endet am 31.03.2021. Voraussetzung dafür ist, dass innerhalb der Kündigungsfrist eine neue Krankenkasse gewählt und der zur Meldung verpflichteten Stelle bis zum 31.03.2021 eine Mitgliedsbescheinigung vorgelegt wird.

Erhält das Mitglied die Information erst nach dem 31.12.2020, verlängert sich die Frist für die Ausübung des Sonderkündigungsrechts entsprechend.

Was passiert, wenn das Mitglied von seinem Sonderkündigungsrecht nicht rechtzeitig Gebrauch macht und die Frist nicht einhält?

Dann ist eine reguläre Kündigung möglich, wobei die dafür erforderlichen Voraussetzungen vorliegen müssen, insbesondere die Erfüllung der Mindestbindungsfrist von 18 Monaten.

Was ist mit den mitversicherten Familienangehörigen?

Die beitragsfrei mitversicherten Familienangehörigen haben kein eigenes Sonderkündigungsrecht, sind aber analog zum Mitglied ab dem ersten Tag in der neuen gesetzlichen Krankenkasse mitversichert. Auch dort haben sie Ansprüche gemäß dem gesamten Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung.

Welche Besonderheiten und Ausnahmen gelten hinsichtlich des Zusatzbeitrags?

Für einige Personengruppen gilt nicht der Zusatzbeitragssatz der jeweiligen Krankenkasse, sondern der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz (2021: 1,3 Prozent). Dies betrifft vor allem Versicherte, deren Beiträge regelmäßig von Dritten getragen werden, so z. B. Geringverdiener, wie Auszubildende mit einem Arbeitsentgelt bis 325 Euro/brutto im Monat. Hier übernimmt der Arbeitgeber den Zusatzbeitrag. Das Gleiche gilt auch für Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und für Personen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe für eine Erwerbstätigkeit befähigt werden sollen. Den Zusatzbeitrag in Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitrages übernimmt der Leistungsträger. Auf weitere beitragspflichtige Einnahmen dieser Mitglieder findet jedoch der kassenindividuelle Zusatzbeitrag Anwendung.

Gibt es auch die Möglichkeit, vom Zusatzbeitrag befreit zu werden?

Nein, eine besondere Befreiungsregelung vom Zusatzbeitragssatz ist nicht vorgesehen. Wenn der gesetzliche Beitragssatz zu entrichten ist, gilt dies auch für den Zusatzbeitragssatz.

Was gilt für Renten und Versorgungsbezüge?

Für versicherungspflichtige Mitglieder gilt für die Beitragszahlung aus gesetzlichen Renten und Versorgungsbezügen (Betriebsrenten) seit dem 01.03.2015 ein allgemeiner Beitragssatz in Höhe von 14,6 Prozent. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz. Veränderungen des Zusatzbeitragssatzes wirken sich für den genannten Personenkreis immer erst mit einer zeitlichen Verzögerung von zwei Monaten aus. Eine Beitragsanpassung zum 01.01. eines Jahres wirkt somit erst ab 01.03.

Was gilt für ALG II-Empfänger?

Für Bezieher von Arbeitslosengeld II gilt nicht der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz, sondern der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz (2021: 1,3 Prozent). Dieser ist immer zu erheben, d. h. unabhängig davon, ob die Satzung der jeweiligen Krankenkasse einen Zusatzbeitrag vorsieht oder nicht, und wird vom Leistungsträger getragen.

Werden allerdings von dem Versicherten neben dem ALG II weitere beitragspflichtige Einkünfte bezogen, wird auf diese zusätzlichen Einkünfte der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz erhoben. In diesem Fall trägt also das Mitglied selbst den Zusatzbeitrag.

Was gilt für Selbstzahler?

Bei Selbstzahlern gilt, dass der individuelle Zusatzbeitrag der Krankenkasse zusammen mit dem übrigen Krankenversicherungsbeitrag vom Mitglied selbst gezahlt werden muss, d. h. das sogenannte Quellenabzugsverfahren (automatischer Einzug vom Gehaltskonto) gilt nicht.

Achtung: Selbstzahler erhalten eine individuelle Beitragsberechnung von uns.

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