Zusatzbeitrag - was ist das eigentlich?

Der Schätzerkreis des Bundesversicherungsamts hat die finanziellen Rahmenbedingungen der gesetzlichen Krankenversicherung für die Jahre 2018 und 2019 geschätzt. Für 2019 ergibt sich hieraus eine Absenkung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags um 0,1 Punkte auf 0,9 Prozent. Der durchschnittliche Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung liegt laut Schätzerkreis 2019 bei 15,5 Prozent.

Seit dem 01.01.2015 können die gesetzlichen Krankenkassen über einen Teil der Beiträge wieder selbst bestimmen. Dazu wurde der allgemeine Beitrag um 0,9 Punkte auf 14,6 Prozent gesenkt. Den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte.

Auf diesem Niveau ist es den Kassen dann möglich, entsprechend der Finanzlage und des Leistungsangebots einen individuellen Zusatzbeitragssatz zu erheben.

Der Beitragsanstieg wird damit über den sogenannten Zusatzbeitrag erbracht, den die Versicherten bis Ende 2018 alleine schultern mussten. Ab 1.1.2019 teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch den Zusatzbeitragssatz.

Auch die Deutsche Rentenversicherung übernimmt ab dem 01.01.2019 die Hälfte des von den Rentnern aus der gesetzlichen Rente zu zahlenden Zusatzbeitrages.

Der Zusatzbeitragssatz liegt 2019 laut Schätzerkreis im Branchenschnitt bei 0,9 Prozent. Ob diese Einschätzung realistisch ist, wird man erst am Jahresende 2019 beurteilen können.

Wie hoch der Beitrag zur Krankenversicherung tatsächlich ist, hängt von der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse ab. Mehr zum Zusatzbeitragssatz Ihrer BKK RWE erfahren Sie hier.

Durch den Zusatzbeitrag will der Gesetzgeber einen größeren Wettbewerb zwischen den Krankenkassen erreichen.

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