Sozialversicherung 2017: Zahlen und Daten

Im Folgenden haben wir die aktuellen Rechengrößen für 2017 in der Sozialversicherung für Sie zusammengefasst.

Jahresarbeitsentgelt und Versicherungspflicht der Arbeitnehmer

Arbeitnehmer/innen sind krankenversicherungsfrei, wenn ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet. Dieser Wert bezeichnet das Jahresbruttoeinkommen, bis zu dem Arbeitnehmer/innen in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind. Seit 2011 reicht das einmalige Überschreiten für eine Befreiung aus. In diesem Fall steht es Ihnen frei, ob Sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern. Natürlich können Sie bei Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze Ihre Mitgliedschaft bei der BKK RWE fortführen – als freiwilliges Mitglied. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze für das Jahr 2017 beträgt 57.600 Euro.

Beitragsbemessungsgrenzen

In der Sozialversicherung gibt es für die einzelnen Versicherungszweige unterschiedliche Beitragsbemessungsgrenzen (BBG). Sie legen das Höchsteinkommen fest, das in die Berechnung der Beiträge einfließt. In der Regel tragen Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber diese Beiträge je zur Hälfte. Die BBG in der Kranken- und Pflegeversicherung gelten einheitlich für das gesamte Bundesgebiet. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung gibt es nach wie vor unterschiedliche Werte für Ost und West.

Beitragssätze und Beitragsbemessungsgrenzen (BBG Jahresbrutto)

  • Krankenversicherung: 15,9 % (BBG: 52.200 €)
  • Pflegeversicherung: 2,55/2,8 % (BBG: 52.200 €)
  • Rentenversicherung: 18,7 % (BBG: 76.200 € [West] bzw. 68.400 € [Ost])
  • Arbeitslosenversicherung: 3,0 % (BBG: 76.200 € [West] bzw. 68.400 € [Ost])

Weitere Grenzwerte in der GKV auf einen Blick

  • Jahresarbeitsentgeltgrenze: 57.600 € (monatlich 4.800,00 €); seit 31.12.2002 PKV-versichert: 52.200 € (monatlich: 4.350,00 €)
  • Geringfügigkeitsgrenze (monatlich): 450 €
  • Geringverdienergrenze (monatlich): 325 €
  • Mindestbemessungsgrundlage (monatlich): hauptberuflich Selbstständige: 2.231,25 €, Existenzgründer: 1.487,50 €
    Beiträge zur Krankenversicherung

Zum Jahreswechsel 2014/2015 wurde fünf Jahre nach seiner Einführung der Einheitsbeitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durch ein Kombimodell ersetzt: Seit 1. Januar 2015 gilt für alle Krankenkassen ein bundeseinheitlicher Basisbeitragssatz von 14,6 % (hälftig verteilt auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer), den jede Krankenkasse mit einem individuellen Zusatzbeitragssatz ergänzt, den der Arbeitnehmer allein trägt.

Die BKK RWE erhebt im Jahr 2017 einen Zusatzbeitragssatz von 1,3 %. Mehr dazu lesen Sie in unserer Rubrik Zusatzbeitragssatz.

Beiträge zur Pflegeversicherung

Der bundeseinheitliche Beitragssatz in der Pflegeversicherung wurde ab 01.01.2017 um 0,2 auf 2,55 % angehoben, für kinderlose Mitglieder ab dem 23. Lebensjahr auf 2,8 %. Bei den betroffenen Mitgliedern muss die beitragsabführende Stelle (meist: Arbeitgeber) Beiträge in Höhe von 1,275 % (2,55 % : 2) beziehungsweise 1,525 % (1,275 % + 0,25 %) vom Entgelt abziehen und der BKK-Pflegekasse überweisen. Rentner bezahlen aus der Rente den Pflegeversicherungsbeitrag alleine.

Mitglieder der Geburtsjahrgänge vor 1940 sind von der Zahlung des Beitragszuschlags generell ausgenommen. Das gilt grundsätzlich auch für Bezieher/innen von Arbeitslosengeld II sowie Wehr- und Bundesfreiwilligendienstleistende.

Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung

In der Rentenversicherung liegt der bundeseinheitliche Beitragssatz weiterhin bei 18,7 %. Die Höhe der Beiträge zur Rentenversicherung für Pflegepersonen richtet sich nach der Pflegestufe der gepflegten Person und dem tatsächlichen Pflegeaufwand. In der Arbeitslosenversicherung bleibt der Beitrag bei 3,0 %.

Beiträge für freiwillig Versicherte

Bei der Ermittlung der monatlichen Beiträge für freiwillig Versicherte werden beitragspflichtige Einnahmen von mindestens 991,67 Euro angenommen. Für freiwillig versicherte Selbstständige beträgt die Mindestbemessungsgrundlage 2.231,25 Euro, bei Anspruch auf einen Gründungs- oder Existenzgründerzuschuss 1.487,50 Euro.

Beiträge aus Pensionen, Betriebsrenten oder ähnlichen Bezügen

Versicherungspflichtige, die neben ihrem Arbeitsentgelt oder der gesetzlichen Rente noch eine Pension oder eine Betriebsrente erhalten, müssen auch aus diesen Bezügen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Dies gilt unabhängig davon, ob diese Versorgungsbezüge als einmalige Kapitalabfindung oder als monatliche Rente gezahlt werden oder aus dem Ausland stammen. Die Untergrenze zur Beitragspflicht von Versorgungsbezügen beträgt ab dem 01.01.2017 monatlich 148,75 Euro. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aus Versorgungsbezügen sind in voller Höhe vom Mitglied allein zu tragen.

Studentische Krankenversicherung

Die Beiträge zur studentischen Krankenversicherung liegen weiterhin bei monatlich 74,77 Euro (inkl. Zusatzbeitrag) zuzüglich 16,55 Euro zur Pflegeversicherung bzw. 18,17 Euro für Kinderlose ab dem 23. Lebensjahr.

Familienversicherung

Die Gesamteinkommensgrenze für familienversicherte Angehörige liegt 2017 bei 425 Euro monatlich. Übt der/die Angehörige eine geringfügig entlohnte Beschäftigung („Minijob“) aus, beträgt die Einkommensgrenze 450 Euro monatlich.