Zecken: An FSME-Schutz gedacht?

Obwohl die Zahl der gemeldeten FSME-Fälle von 420 (2013) auf 265 (2014) zurückging, gibt das Robert Koch-Institut (RKI) keine Entwarnung. Die Fallzahl hänge u. a. vom Wetter ab - weil abhängig davon mehr oder weniger Menschen in der freien Natur unterwegs seien, so RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher.

Derzeit gelten laut RKI 142 Kreise in Deutschland als FSME-Risikogebiete. Dazu zählen Bayern und Baden-Württemberg fast flächendeckend sowie Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, des Saarlands und Sachsens.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verläuft häufig symptomlos oder beginnt wie eine Grippe, mit Fieber, Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen. Doch bei einem Teil der Betroffenen schließt sich eine Gehirn- oder Hirnhautentzündung an, bei schwerem Verlauf häufig mit dauerhaften Schäden (z. B. Lähmungen, Hirnleistungsstörungen) oder sogar tödlichem Ausgang. Daher raten Experten des RKI allen Bewohnern oder Besuchern von Risikogebieten zur FSME-Impfung.

Das FSME-Virus wird durch Zeckenstiche übertragen. Besonders, wer sich häufig in Wiesen, Wäldern, Parks und Gärten aufhält, ist gefährdet. Eine Dreifachimpfung schützt in der Regel wirksam davor. Diese wird auch für Urlauber empfohlen, die sich in Risikogebiete begeben und dort die Natur genießen möchten. Neben der Impfung schützt auch lange Kleidung und das Absuchen des Körpers nach Aufenthalten im Grünen vor Zecken (diese dann durch heißes Wasser o. Ä. abtöten) – und damit auch vor Borreliose, die ebenfalls zu chronischen Nervenerkrankungen führen kann (einen Hinweis darauf gibt ein roter, wachsender Fleck (Wanderröte) im Bereich der Einstichstelle in den Wochen nach dem Biss).

Die BKK RWE erstattet allen ihren Versicherten über die gesetzliche Leistung hinaus die Kosten für eine FSME-Impfung – unabhängig von ihrem Wohnort.

Foto: cirquedesprit

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