Tausende vermeidbare Medikationsfehler

In Deutschland sind jährlich rund 250.000 Krankenhauseinweisungen auf vermeidbare Medikationsfehler zurückzuführen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/008/1900849.pdf) auf eine Kleine Anfrage (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/006/1900639.pdf) der FDP-Fraktion hervor.

Demnach zeigen die Untersuchungen, dass rund 5 % aller Krankenhauseinweisungen die Folge unerwünschter Arzneimittelwirkungen sind. Ein Viertel dieser Fälle könnte vermieden werden, heißt es. Mit dem demografischen Wandel sei mit einem höheren Anteil multimorbider (mit mehreren Erkrankungen, Anm. d. Red.) Menschen zu rechnen, die einer Polypharmakotherapie (Anwendung mehrerer Medikamente) bedürften. Durch jedes neu angewandte Medikament steige das Risiko für Arzneimittelinteraktionen.

Um Medikationsfehler zu verhindern, haben Patienten, die mindestens drei Arzneimittel verordnet bekommen, Anspruch auf einen Medikationsplan. Nach den Vorstellungen der Bundesregierung sollen die Medikationspläne möglichst bald auch elektronisch verfügbar sein. Geplant ist die Speicherung auf der elektronischen Gesundheitskarte.

Bis Ende 2018 sollen alle Arzt- und Zahnarztpraxen an die dazu erforderliche Telematikinfrastruktur angeschlossen sein. Darauf aufbauend, könnten dann schrittweise die ersten medizinischen Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte, der elektronische Medikationsplan sowie die Notfalldaten eingeführt werden, heißt es in der Antwort weiter.

Quelle: www.bundestag.de

BKK RWE Arzneimittelberatung

Fragen zu Wirkungen, Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten tauchen häufig dann auf, wenn kein Arzt in der Nähe ist. Aus diesem Grund bietet die BKK RWE in Zusammenarbeit mit dem SOCIUM Forschungszentrum der Universität Bremen unter 0800/25 57 42 76 (gebührenfrei, Mo–Do 9–17 Uhr) oder info@bkk-arzneimittelberatung.de eine Arzneimittelberatung an. Alle Fragen rund um das Thema Arzneimittel beantwortet ein erfahrenes Apothekerteam. Die Beratung erfolgt unabhängig, individuell und kostenlos. Weitere Informationen: www.bkkrwe.de/arzneimittelberatung.

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