Heuschnupfensaison: Jetzt vorsorgen!

Während sich allerorts Vorfreude auf die warme Jahreszeit einstellt, beginnt für etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland die Heuschnupfensaison: Es kratzt im Hals, die Nase läuft, die Augen brennen. Denn Trilliarden 0,005–0,2 mm großer Pollen gelangen wieder als gelblicher Staub in die Luft, normalerweise ohne gesundheitliche Folgen. Doch 10–20 % der Menschen reagieren mit Pollenallergie (Heuschnupfen) darauf: Binnen Minuten nach dem Kontakt kommt es zu juckender, laufender Nase, verquollenen, tränenden Augen, Bindehautentzündung, Husten, Hals- und Kopfschmerzen, häufig auch Müdigkeit. Mit jedem Jahr Heuschnupfen steigt dabei das Risiko für Asthma bronchiale. Die Symptome treten synchron zu den Flugzeiten der betreffenden Pollenart auf, beginnend im Februar mit Erle und Hasel, bis Mai gefolgt von weiteren Bäumen. Gräser- und Kräuterpollen fliegen vorwiegend von Juni bis August. Zwischen September und Januar ruhen die Symptome.

Maßnahmen bei Pollenallergie

  • Pollenschutzfliese (Fachhandel) an Fenstern
  • Pollenfilter im Auto (einmal jährlich austauschen), Fenster beim Fahren geschlossen halten
  • Wohnraumhygiene (alle Flächen mehrmals wöchentlich feucht wischen)
  • Alle Textilien (einschließlich Bett) und die Haare häufig waschen, nichtwaschbare Textilien wie Sofas wöchentlich mit einem Allergikerstaubsauger absaugen
  • „Staubfänger“ wie größere Kunstwerke und Sammelgut in offenen Regalen entfernen.
  • Kleidungswechsel beim Betreten der Wohnung
  • gezieltes Lüften: in der Stadt zwischen 6 und 8 Uhr, auf dem Land zwischen 19 und 24 Uhr
  • Aufenthalte im Freien nach Regenfällen
  • häufig duschen
  • (Sonnen-)Brille
  • Rauchverzicht
  • Aufenthalte an der See oder im Gebirge
  • Stressmanagement, emotionales Gleichgewicht
  • ärztlicher Allergietest, um die Auslöser zu identifizieren
  • Bei chronischen Beschwerden: Hyposensibilisierung durch den Arzt („Gewöhnung“ an Allergene) und evtl. Medikamente, um eine Verschlimmerung der Symptome zu verhindern.

Mehr Informationen zum Thema lesen Sie unter www.allergiecheck.de.

Dort können Sie sich auch im Menüpunkt „Gut zu wissen“ eine Pollen-App herunterladen, aus der Sie z. B. die tägliche Pollenbelastung ersehen können.

Foto: Miredi

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