Suchtmittel bei jungen Menschen rückläufig

Soeben wurden die Studienergebnisse der repräsentativen BZgA-Befragung "Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015" in Berlin vorgestellt. Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA: „Nachdem die Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen schon seit längerem auf historisch niedrigem Niveau liegt, ist das Rauchen auch bei den 18- bis 25-Jährigen deutlich rückläufig. Besorgniserregend ist allerdings die noch immer hohe Zahl junger Menschen, die Rauschtrinken praktizieren. Außerdem konsumieren noch zu viele junge Erwachsene die illegale Droge Cannabis."

Den Studienergebnissen zufolge rauchen aktuell 7,8 % der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die Raucherquote liegt damit in dieser Altersgruppe auf dem niedrigsten Stand seit der Datenerfassung. Gleichzeitig stieg die Zahl der Jugendlichen, die in ihrem Leben noch nie geraucht haben, weiter auf 79,1 %. Auch unter den 18- bis 25-Jährigen ist die Raucherquote mit aktuell 26,2 % weiter rückläufig.

Regelmäßiger Alkoholkonsum, das heißt mindestens einmal pro Woche, nimmt unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen ebenfalls weiterhin ab: Von den 12- bis 17-Jährigen geben aktuell 10,0 % und von den 18- bis 25-Jährigen 33,6 % an, dass sie regelmäßig Alkohol trinken (2005: 18,6 bzw. 40,5 %). Etwa jeder Dritte im Alter von 12 bis 17 Jahren hat noch nie im Leben Alkohol getrunken.

Bei den illegalen Drogen ist Cannabis nach wie vor die mit Abstand am meisten konsumierte Substanz. 9,7 % der 12- bis 17-Jährigen erklären, schon einmal im Leben Cannabis konsumiert zu haben. Bei den 18- bis 25-Jährigen sind es 34,5 %, bei Ecstasy und Amphetaminen 4,0 %, Kokain 2,9 % und psychoaktiven Substanzen ("Legal Highs") 2,2 %. Crystal Meth 0,6 %.

Quelle: www.drogenbeauftragte.de

Foto: © oneinchpunch, Fotolia

Zurück