Studie: Essstörungen während der Pandemie verdoppelt

Jugendliche blickt in die Ferne

Während der COVID-19-Pandemie nahmen laut einer Studie an der University of Michigan Essstörungen wie Magersucht und restriktive Nahrungsaufnahme bei Jugendlichen deutlich zu. Dafür werteten die Forscher die Daten von Patienten im Alter von 10 bis 23 Jahren aus, die von März 2017 bis März 2021 in ein Krankenhaus kamen, und beobachteten während der Pandemie einen deutlichen Anstieg von entsprechenden Einweisungen. In den ersten 12 Monaten der COVID-19-Pandemie (1. April 2020 bis 31. März 2021) lag die Gesamtzahl der Aufnahmen demnach mehr als doppelt so hoch wie die durchschnittliche Zahl der Aufnahmen pro Jahr im gleichen Zeitraum der letzten drei Jahre.

„Unsere Studie legt nahe, dass die negativen Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit bei Jugendlichen mit Essstörungen besonders tiefgreifend sein könnten“, vermutet Studienleiterin Dr. Alana K. Otto. „Aber unsere Daten erfassen nicht das gesamte Bild. Das könnten wirklich konservative Schätzungen sein.“ Denn die Dunkelziffer der Jugendlichen mit psychischen Problemen und Essstörungen ist den Autoren zufolge vermutlich wesentlich höher.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de

Foto: © Antonioguillem - stock.adobe

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