Shootingstar der Frühjahrskräuter: Bärlauch

Frische Kräuter liegen im Trend und sind ganzjährig aus heimischem Anbau erhältlich. Neben den Hauptkulturen Basilikum, Petersilie und Schnittlauch gewinnen Minzen und Rosmarin an Bedeutung. Mit über 30 verschiedenen Kräutern, von Ananas-Salbei bis Zitronenverbene, wird alles produziert, was schmeckt. Und das Sortiment wird ständig durch Neuheiten wie Colakraut, Olivenkraut oder Pilzkraut erweitert.

Zum Shootingstar unter den Frühjahrskräutern hat sich der Bärlauch entwickelt. Das bei uns heimische, wildwachsende Zwiebelgewächs besitzt lange Stiele und bis 25 cm große, lanzettartige Blätter, die beim Zerreiben stark nach Knoblauch duften. Je nach Witterung beginnt die Saison im Februar/März und dauert bis April/Mai. Der überwiegende Teil der Marktware wird von Lizenznehmern aus Wildbeständen der Region geerntet und in Bunden oder Fertigpackungen verkauft. Teilweise wird Bärlauch auch in Töpfen angeboten.

Wer Bärlauch selbst in der freien Natur sammelt, darf ihn aber nicht mit den jungen Blättern der Herbstzeitlose und später des Maiglöckchens verwechseln. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist der Knoblauchgeruch, der den giftigen Doppelgängern fehlt. Allerdings kann man dies mit Bärlauchduft an den Händen nicht mehr feststellen. Daher sollten Sie die Pflanzen auch optisch sicher unterscheiden können (Bärlauchblätter entspringen bereits unter Bodenniveau aus Blattstielen). Auch der Standort gibt Hinweise: Bärlauch wächst im Gegensatz zu den ähnlich anmutenden Giftpflanzen in schattigen und nährstoffreichen, feuchten Laub- und Auwäldern.

Wie bei allen Kräutern sollte auch Bärlauch so frisch wie möglich sein. Neben den Blättern können auch die Blüten und Zwiebeln gegessen werden. Für den kräftigen Geruch ist eine Reihe von Schwefelverbindungen verantwortlich. Sie haben laut Bundeszentrum für Ernährung einen günstigen Einfluss auf die Verdauungsorgane und den Blutdruck. Gesundheitlich wertvoll ist ferner der hohe Gehalt an Vitamin C, Eisen, Schwefel, Mangan und Magnesium.

Bärlauchblätter können wie Knoblauch zum Würzen oder als Grundlage von Suppen, Soßen, Salaten sowie Gemüse-, Fleisch- und Fischgerichten verwendet werden. Außerdem eignen sie sich ideal für herzhafte Quark- und Eierspeisen, Brotaufstriche, Kräuterbutter oder Pesto.

Quelle: www.bzfe.de / www.ble.de

Foto: ji_images - stock.adobe

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