Schutz-Masken für Corona-Risikopatienten: Was ist geplant?

Schutz-Masken FFP2

aktualisiert: 12.01.2021

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) sieht vor, dass Personen ab 60 Jahren oder mit einer chronischen Erkrankung oder einer Risikoschwangerschaft mit sogenannten FFP2-Masken ausgestattet werden.

Erste Stufe

Ab Beginn des Inkrafttretens (15.12.2020) der Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung(SchutzmV) sollen besonders gefährdete Menschen in der Corona-Pandemie kostenlos mit drei Mund-Nasen-Masken (FFP2-Standard oder gleichwertig) ausgestattet werden.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat entschieden, dass Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben, Anspruch auf Schutzmasken haben, wenn

1. Sie am 15.12.2020  60 Jahre alt oder älter sind

2. bei Ihnen eine der folgenden Erkrankungen oder einer der folgenden Risikofaktoren vorliegt:

  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale
  • chronische Herzinsuffizienz
  • chronische Niereninsuffizienz Stadium ≥ 4
  • Demenz oder Schlaganfall
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankung oder stattfindende Chemo- oder Radiotherapie, welche die Immunabwehr beeinträchtigen kann
  • stattgefundene Organ- oder Stammzellentransplantation
    Trisomie 21
  • Risikoschwangerschaft

Diesen Anspruch haben auch Personen, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, unter der Voraussetzung, dass sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben und wenn sie die Voraussetzungen nach Absatz 1 oder 2 erfüllen.

Die betroffenen Personen konnten sich bis 06. Januar 2021 drei kostenlose FFP2-Masken (oder gleichwertig) in ihrer Apotheke abholen.

Zweite Stufe

Darüber hinaus sollen im Laufe des Januar 2021 die Anspruchsberechtigten per Post von ihrer Krankenkasse zwei Coupons/Voucher für jeweils sechs FFP2- oder vergleichbare Masken erhalten.

Die anspruchsberechtigten Personen haben dann

  • vom 1. Januar 2021 bis zum Ablauf des 28. Februar 2021 einen Anspruch auf einmalig sechs Schutzmasken
  • und im Zeitraum vom 16. Februar 2021 bis zum Ablauf des 15. April 2021 einen weiteren Anspruch auf einmalig sechs Schutzmasken.

Die beiden Voucher können gegen eine Eigenbeteiligung in Höhe von 2 € je Voucher (nicht je Maske) in der Apotheke eingelöst werden. Diese Eigenbeteiligung gilt nicht als Zuzahlung, so dass eine vorliegende Zuzahlungsbefreiung in diesem Fall nicht zum Tragen kommt.

Die Voucher sind nicht personalisiert, aber fälschungssicher. Verlorengegangene Voucher sind daher nicht ersetzbar.
Von der BKK RWE werden Versicherte angeschrieben, bei denen eine der o.g. chronischen Erkrankungen /Risiken vorliegt bzw. Versicherte, die bis zum Stichtag 15.12.2020  60 Jahre oder älter sind. Bundesweit werden etwa 27 Millionen Menschen von ihren Krankenkassen angeschrieben.

Versand durch die BKK RWE

Die etwa 25.000 betroffenen BKK RWE-Versicherten müssen zunächst selbst nichts unternehmen; sie werden in Kürze von ihrer BKK RWE angeschrieben. Die Bundesdruckerei hat unserem Versanddienstleister in der 2. KW für 12.000 Versicherte Voucher zur Verfügung gestellt. Diese wurden am 11.01.2021 an betroffene Versicherte verschickt. Die übrigen Voucher muss uns die Bundesdruckerei noch zur Verfügung stellen, aufgrund der hohen Gesamtdruckmenge kann dies noch ein paar Tage dauern. Wir gehen davon aus, dass wir bis spätestens Ende der ersten Februarwoche alle betroffenen Versicherten mit Vouchern versorgen können.

Eine direkte Versorgung über die BKK RWE (persönliche Abholung oder Einzelversand von Vouchern) ist leider nicht möglich.

Foto: © Dan74 - stock.adobe

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