Schmerzen: Frauen häufiger betroffen

Mehr als die Hälfte der Menschen leiden unter Schmerzen, Frauen deutlich häufiger als Männer. So bestehen laut Deutschem Schmerz-Index 2018 bei 63 % der Frauen und 55 % der Männer Schmerzen im unteren Rücken. Der Index ist das Ergebnis einer Umfrage unter rund 8.000 Patienten. Er zeigt Muster beim Auftreten von Schmerzen in Bezug auf Körperregionen, Geschlecht, Alter und Beruf.

In fast allen zur Auswahl stehenden Körperregionen - vor allem für Kopf, Hände, Handgelenke, oberer Rücken, Füße, Fersen und Nacken - leiden Frauen häufiger unter chronischen Schmerzen. Ebenso sind Angestellte im Einzelhandel (häufig stehen) und Arbeiter (körperliche Belastung) entgegen der allgemeinen Erwartung häufiger betroffen als Büroangestellte, während Sportler in allen Bereichen deutlich seltener Schmerzen entwickeln.

Einem Bericht der Deutschen Schmerzliga zufolge leidet etwa ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland (12 bis 15 Millionen Menschen) an anhaltenden, wiederkehrenden oder chronischen Schmerzen. Andere Berichte sprechen von bis zu 50 %.

Die Studie der Schmerzspezialisten Roland Liebscher-Bracht und Dr. Petra Bracht zeigt, dass der untere Rücken die am häufigsten ausgewählte Schmerzquelle darstellt, gefolgt von Nacken, Schultern und Knien. „Die Studie bestätigt, was wir bereits seit Langem wissen, nämlich, dass unser alltägliches Berufsleben das Auftreten von Schmerzen beeinflussen kann“, sagt Roland Liebscher-Bracht. „Die gute Nachricht ist, dass die festgestellten Zusammenhänge zwischen Beruf und am wahrscheinlichsten betroffener Körperregion es möglich machen, vorbeugende Maßnahmen für Einzelpersonen in Hochrisiko-Gruppen wie Angestellten im Einzelhandel zu identifizieren, die ihnen dabei helfen, ein gesundes Leben zu führen.“

55 % der Frauen und 35 % der Männer berichteten, häufig unter Nackenschmerzen zu leiden. Am häufigsten waren jüngere Frauen betroffen: 70 % zwischen 18 und 44 Jahren gaben an, unter Nackenschmerzen zu leiden. Ältere Frauen leiden hingegen häufiger unter Knieschmerzen als jüngere, während Schulterschmerzen in allen Altersgruppen etwa gleichhäufig auftreten. Schwangere entwickeln in allen Körperregionen häufiger Schmerzen als Nichtschwangere. Dies gilt v. a. für den oberen und unteren Rücken sowie Nacken und Schultern.

Tipps zur Vorbeugung von Schmerzen

Eine der besten Methoden, um den Körper gesund zu halten, ist die regelmäßige Durchführung von Ganzkörperübungen, die unterschiedliche Gelenke und Muskeln beanspruchen. Probieren Sie spezielle zur Schmerzlinderung konzipierte Dehnübungen oder sanftes Yoga.

Wenn Sie häufig dieselben Bewegungsabläufe ausführen und z. B. am Schreibtisch sitzen oder schwere Kisten von Regalen räumen, machen Sie regelmäßig Pausen. Zehnminütige Spaziergänge oder sanfte Dehnübungen helfen dabei, Schmerzen langfristig zu mindern.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist ein entscheidender Bestandteil der vorbeugenden Schmerzbehandlung. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Vitamine und Mineralstoffe von einer Vielzahl von Nahrungsmittelgruppen zu sich nehmen, um die Gesundheit Ihrer Muskeln, Knochen und Gelenke zu unterstützen.

Ihr Körper heilt sich selbst, während Sie schlafen, jedoch ist die Nacht häufig die schlimmste Zeit für Schmerzpatienten, wodurch für viele Betroffene ein Teufelskreis entsteht. Schlafmangel kann dazu führen, dass die Schmerzen sich weiter verschlimmern. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, jede Nacht ausreichend zu schlafen. Wenn Sie unter Rückenschmerzen leiden, versuchen Sie auf dem Rücken zu schlafen und die Beine vollständig auszustrecken, da der Schmerz so gelindert werden kann.

Quelle: www.liebscher-bracht.com/schmerz-index-2018

Auch Stress kann für Schmerzen verantwortlich sein, fehlender Schlaf verstärkt Schmerzen: Die Online-Coaches der BKK RWE können helfen, diese Teufelskreisläufe zu unterbrechen: Lesen Sie mehr zum StressCoach www.bkkrwe.de/stresscoach.html und zum SchlafCoach www.bkkrwe.de/schlafcoach.html.

Foto: Yuri Arcurs - Fotolia

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