Richtig heizen und lüften im Winter

In den Wintermonaten verbringen wir rund 90 % der Zeit in geschlossenen Räumen. Umso deutlicher wirkt sich ein gesundes Raumklima durch richtiges Heizen und Lüften aus, z. B. auf die Konzentrationsfähigkeit sowie die Zahl und Dauer von Infektionen.

Richtig heizen: Weniger ist mehr

Auf die Dosis kommt es an: Dies gilt auch für das Heizen. So sollte eine möglichst konstante Temperatur von etwa 20 °C (Thermometer in allen Räumen) nicht wesentlich überschritten werden. Zu warme Luft senkt die Wärmeproduktion des Körpers, kann Feuchteprobleme verursachen (z. B. an kalten Außenbereichen des Raumes oder kühlen Nachbarräumen) und trocknet die Atemwege zunehmend aus. Ähnliches gilt auch für zu warme Kleidung oder Betten. Wer bei 20 °C fröstelt, kann seinen Körper durch kalte Güsse, Chili, Meerrettich, Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, Thymian- oder Lindenblütentee auf Touren bringen und ein warmes Fußbad (15 Min.) nehmen.

Statt einem Wechsel zwischen intensiven Heiz- und Abkühlungsphasen sollten Räume besser ständig leicht geheizt werden, mit einer nächtlichen Absenkung um einige Grad. Für den Schlafbereich empfehlen sich 16–18 °C. Unter diesen Werten können Räume leicht feucht werden.

Wohlfühlfaktor Luftfeuchtigkeit

Die empfohlene Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 %, einfach zu kontrollieren durch ein Hygrometer. Höhere Werte deuten auf Wasserschäden, Lüftungs-, Heiz- oder Baufehler hin und führen zu stickigem Klima, Staubmilben- und Schimmelpilzwachstum. Werte unter 40 % entstehen meist durch zu starkes Heizen (trockene Heizungsluft) bei kalten Außentemperaturen. Haut und Schleimhäute trocknen in der Folge stärker aus, u. a. mit Husten, Schnupfen, Unwohlsein, Infektionen und Hautstörungen. Abhilfe schaffen hierbei das Drosseln der Temperatur, Zimmerpflanzen (z. B. Gräser, Birkenfeige oder Grünlilie) oder ein feuchtes Tuch über der Heizung.

Richtig lüften

Feuchtigkeit und Viren müssen raus aus dem Haus. Dies funktioniert am besten durch stündliches Stoßlüften: Dazu alle Fenster für 2–5 Minuten ganz öffnen. Auch während und nach dem Kochen und Duschen sowie zum Wäschetrocknen sollte man ausgiebig lüften. Dauergekippte Fenster oder undichte Gebäudebereiche führen hingegen zur Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel.

Kältereize und Bewegung

Im Winter kommt es v. a. auf die eigene Körperwärme an. Diese lässt sich mit frischer Luft, kalten Wassergüssen (auch nach der Sauna) bis hin zum Eiswasserbad optimal stimulieren. Wenn Sie sich überdies noch regelmäßig bewegen, sind Sie perfekt für den Winter gerüstet.

Foto: contrastwerkstatt

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