„Pille danach“ jetzt rezeptfrei

Nach Beschluss der EU-Kommission und Zustimmung des Bundesrats erhalten Frauen ab sofort die „Pille danach“ rezeptfrei in Apotheken. „Eine umfassende Beratung ist bei der ´Pille danach´ auch in der Selbstmedikation unverzichtbar. Wir Apotheker werden dies leisten“, so Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer.

Eine Abgabe an Dritte oder „auf Vorrat“ ist nicht vorgesehen. Im Einzelfall soll der Frau ein Arztbesuch empfohlen werden. Kiefer: „Mädchen unter 14 Jahren sollten sich bei der Anwendung von Notfallverhütungsmitteln ärztlich beraten lassen. Sie bekommen diese Medikamente im Regelfall nicht in der Selbstmedikation.“ Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten von Notfallverhütungsmitteln für Frauen bis zum 20. Geburtstag, sofern der Arzt ein entsprechendes Rezept ausgestellt hat.

Notfallverhütungsmittel sollten so früh wie möglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden, je nach Präparat innerhalb einer maximalen Frist von 72 bis 120 Stunden. Gebräuchlich sind die Wirkstoffe Ulipristalazetat (z. B. ellaOne®, Ella®) und Levonorgestrel (z. B. Pidana®).

Wichtig: Die „Pille danach“ ist für den Ausnahmefall gedacht, gegenüber der „Pille“ mit mehr möglichen Nebenwirkungen verbunden, verhindert nicht in jedem Fall eine Schwangerschaft und ersetzt keine regulären Verhütungsmethoden.

Tipp: Bei Fragen rund um das Thema Verhütung sind die Experten der BKK RWE-Gesundheitshotline unter 089 55987 – 679 für Sie da – an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr.

Quelle: www.abda.de; www.fkm-verlag.de

Foto: DingDong

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