Patienteninfo: Wie viel Angst ist normal?

Angst bedeutet grundsätzlich keine Störung, sondern eine wichtige Reaktion auf mögliche Gefahren. Auch übertriebene Ängste, z. B. vor Insekten, Blut, Ansteckung, Krieg oder ungesundem Essen treten bei den meisten Menschen zumindest zeitweise auf. Eine problemorientierte Berichterstattung in den Medien begünstigt zudem ein allgemeines Bedrohungsgefühl. Fehlt Angst hingegen, z. B. unter Alkoholeinfluss, gehen Menschen unverantwortliche Risiken ein und schädigen häufig sich und andere.

Wenn Angst jedoch den Alltag prägt und einschränkt und sich verselbstständigt, wird sie selbst zum Krankheitsfaktor. Mediziner sprechen dann von einer Angststörung. Laut dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) macht etwa ein Viertel aller Menschen einmal im Leben eine solche seelische Erkrankung durch. Zu den Folgen zählen sozialer Rückzug, Isolation, Medikamenten- und Suchtmittelmissbrauch – und damit früher oder später häufig auch eine Depression. Dies gilt sowohl für Phobien (z. B. Angst vor Menschenmengen oder Aufmerksamkeit) als auch für Panik- (Angstattacken, meist ohne spezifischen Auslöser) und generalisierte Angststörungen (allgemeine Angst, z. B. hinsichtlich alltäglicher Ereignisse und Probleme). Beizeiten erkannt, stehen jedoch ausgezeichnete Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund hat das ÄZQ eine Kurzinformation zum Thema Angst veröffentlicht. Diese gibt Auskunft über Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Angststörungen. Zudem beantwortet sie die Frage, wo normale Angst aufhört und krankhafte Angst anfängt, und beleuchtet die verschiedenen Arten von Angststörungen, deren Entstehung sowie mögliche Therapien. Darüber hinaus erfahren Betroffene, was sie selbst tun können, um besser mit dieser seelischen Erkrankung umzugehen.

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Foto: © gpointstudio

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