Neue Informationskarte Verfügungen

Beim Thema Organspende und Patientenverfügung herrscht häufig Unsicherheit. Wer seine Vorstellungen in einer Patientenverfügung dokumentiert, sichert die Umsetzung des eigenen Willens nach dem Tod, entlastet seine Nächsten und gibt dem Klinikpersonal deutliche Orientierung. Oft sind Patientenverfügungen aber unkonkret formuliert. Wer diese erstellen möchte, sollte zum Beispiel über seine Organspendebereitschaft nachdenken und seine Entscheidung auch darin dokumentieren. Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende kann in einer Patientenverfügung bekundet werden. Das neue Patientenmagazin „entscheiden. DAS MAGAZIN ZUR ORGAN- UND GEWEBESPENDE“, das die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Hausärzteverband e. V. gemeinsam herausgeben, gibt Anregungen für die Verfügung und Tipps für Formulierungen. Denn je klarer eine Patientenverfügung formuliert ist, desto einfacher wird deren Umsetzung im Falle des Falles.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Laut unseren aktuellen Studiendaten geben 25 % der Befragten an, eine Patientenverfügung zu besitzen. Leider äußert sich etwa die Hälfte davon nicht zur Organ- und Gewebespende. In diesem Fall muss der Patientenwille dann gemeinsam von Angehörigen und Ärzteschaft im Krankenhaus ermittelt werden. Das ist eine für alle Beteiligten große Belastung. Mit der zweiten Ausgabe des Wartezimmermagazins wollen wir deshalb die Menschen bei ihrer Entscheidungsfindung zur Organspende unterstützen. Das neue Angebot der ‚Informationskarte Verfügungen‘ unterstützt dabei, dass im Ernstfall Patientenverfügung und Organspendeausweis schnell gefunden werden können. Dadurch wird der Patientenwunsch für alle Beteiligten transparent und kann zweifelsfrei umgesetzt werden.“

Die „Informationskarte Verfügungen“ ist ein neues Angebot von BZgA und Deutschem Hausärzteverband. Auf der handlichen, in der Geldbörse aufzubewahrenden Informationskarte können Bürgerinnen und Bürger ankreuzen, ob sie eine Vorsorgevollmacht, eine Patientenverfügung oder auch einen Organspendeausweis besitzen. Außerdem kann neben den Kontaktdaten der Hausarztpraxis auch Name und Anschrift der Person festgehalten werden, die Zugriff auf diese Dokumente hat.

Weitere Informationen: www.organspende-info.de/hausarzt/infokarte-verfuegungen.html

Quelle: www.bzga.de

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Foto: © Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

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