Neu: Zahnschiene bei obstruktiver Schlafapnoe

Arzt berät Patientin

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 6. Mai 2021 Unterkieferprotrusionsschienen bei obstruktiver Schlafapnoe in die gesetzliche Versorgung aufgenommen. Niedergelassene Ärzte dürfen diese ab sofort verordnen, wenn die Überdrucktherapie mit einer Atemmaske nicht möglich oder erfolgreich ist. Bei der obstruktiven Schlafapnoe handelt es sich um eine (partielle) Verlegung der Atemwege während des Schlafes mit eingeschränkter Atmung, meist nächtlichen Atemaussetzern, verbunden mit starkem Schnarchen. Dies kann durch gestörten Schlaf und verminderte Sauerstoffversorgung die Gesundheit und Lebensqualität erheblich einschränken und unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Maßnahmen wie Seitenschlaf oder eine Überdruck-Atemmaske können die Situation deutlich verbessern, greifen aber nicht immer.

Somit bietet sich eine Unterkieferprotrusionsschiene als Alternative an. Sie wird zahntechnisch individuell angefertigt und nachts auf den Zähnen getragen. Die zweiteilige Schiene soll den Unterkiefer sanft nach vorne drücken, die Zunge nach vorne ziehen und somit die Atemwege freihalten.

Weitere Informationen unter: https://www.g-ba.de/beschluesse/4813/

Foto: © goodluz - Fotolia

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