Mehrheit für Rauchverbote in Autos

Die meisten Deutschen befürworten ein komplettes Rauchverbot in Autos, wenn Kinder und Jugendliche mitfahren. Zu diesem Zwischenergebnis kommen die Organisatoren der „Deutschen Befragung zum Rauchverhalten" (DEBRA-Studie) rund um Professor Daniel Kotz vom Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf. Von den über 10.000 Befragten fordern mehr als 71 % ein Rauchverbot in Autos, wenn Kinder und Jugendliche mit im Auto sitzen. Auch zwei von drei befragten Rauchern unterstützen diese Verschärfung des Nichtraucherschutzes.

Für 16 Millionen Menschen in Deutschland gehört laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Tabakkonsum zum Alltag. Damit ist Deutschland eines der Top-10-Raucher-Länder. Die Deutsche Krebsgesellschaft geht davon aus, dass in jedem Jahr etwa 120.000 Menschen in Deutschland an den direkten gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums sterben – über 3.000 von ihnen durch Passivrauchen.

Bei der DEBRA-Studie gaben etwa 28 % der Befragten an, Raucher zu sein. Den größten Anteil machten mit fast 40 % Rauchern die 21–34-Jährigen aus. Deutlich wurde auch, dass der Tabakkonsum mit sinkendem Bildungsstand und Einkommen steigt. Zudem rauchen wesentlich mehr Männer als Frauen.

Mehr als 67 % der Befragten gaben an, dass sie eine höhere Tabakbesteuerung unterstützten, wenn die eingenommenen Gelder gegen Tabakfolgen eingesetzt würden. Eine Anhebung des Kaufalters für Zigaretten von 18 auf 21 Jahre fand weniger Zuspruch. Lediglich 23 % der Befragten würden ein generelles Verkaufsverbot für Tabakprodukte begrüßen.

Weitere Informationen: www.debra-study.info

Quelle: Universitätsklinikum Düsseldorf, Institut für Allgemeinmedizin, Werdener Straße 4, 40227 Düsseldorf, www.hhu.de

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Foto: Fotolia, efired

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