Krebsprävention: HPV-Impfung für Jungen bei BKK RWE bereits im Programm

Das Humane Papillomavirus HPV ist der wichtigste Verursacher infektiöser Warzen auf Haut und Schleimhäuten. Allerdings können sich manche der Warzen später zu Tumoren entwickeln. Dies gilt auch im Bereich der Gebärmutterschleimhaut - dorthin gelangt der Keim über ungeschützten Geschlechtsverkehr. So stellte man einen Zusammenhang zwischen Gebärmutterhalskrebs und HPV fest und empfiehlt seit 2007 die HPV-Impfung für Mädchen – mittlerweile im Alter von 9–14 Jahren (Nachholimpfung bis 17). Um HPV-Folgen und -Übertragungen weiter zu begrenzen, erweiterte die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut am 5. Juni 2018 ihre Empfehlung nun auch auf Jungen derselben Altersgruppe.

Dr. Hermann Josef Kahl, Präventionsexperte und Bundespressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ): "Die Impfempfehlung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Andere Länder praktizieren die Impfung für Jungen schon länger und schützen damit Jungen und Mädchen bzw. Frauen und Männer gleichermaßen vor HPV-assoziierten Erkrankungen. Humane Papillomviren (HPV) verursachen Krebserkrankungen wie etwa Gebärmutterhalskrebs, aber auch Krebserkrankungen von Vulva, Scheide, Penis, After, Mund, Rachen und Kehlkopf. Sie verursachen ebenfalls häufig Anogenitalwarzen. Diese sind zwar gutartig, aber unangenehm, hochansteckend und häufig wiederkehrend.

Trotz intensiver Aufklärungsarbeit sind mit 17 Jahren aktuell nur 45 % der Mädchen komplett gegen HPV geimpft. Damit ist ein guter Schutz der Bevölkerung – man spricht von Herdenschutz – nicht zu gewährleisten. Die nun erweiterte STIKO-Empfehlung auf eine geschlechtsneutrale HPV-Impfung von Kindern und Jugendlichen wird dazu führen, dass mehr Menschen gegen HPV geimpft und damit geschützt werden. Auch der Herdenschutz wird damit verbessert.

Spätestens Ende August wird die neue STIKO-Empfehlung offiziell. Danach hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) drei Monate Zeit, die Aufnahme in die Schutzimpfungsrichtlinie zu prüfen und wird sie voraussichtlich in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufnehmen

HPV-Impfung für Jungen: Bei der BKK RWE schon jetzt im Leistungskatalog

Um ihre Versicherten bestmöglich zu schützen, übernimmt die BKK RWE die Kosten der HPV-Impfung für Jungen bei ärztlicher Empfehlung bereits seit Beginn der Impfstoffzulassung und wartet nicht, bis sie gesetzlich dazu verpflichtet wird. Sie können dazu einfach die Originalquittung mit Ihrer Bankverbindung einreichen. Die Kosten werden daraufhin erstattet. Die Kostenübernahme für die HPV-Impfung für Mädchen erfolgt ganz einfach über die Versichertenkarte.

Quellen: www.rki.de, www.bvkj.de

Foto: racamani / Adobe Stock

Zurück