Kortison-Nasensprays: Wann Kassenleistung?

Seit Oktober 2016 gibt es einige freiverkäufliche kortisonhaltige Nasensprays, die bei Heuschnupfen eingesetzt werden können. Dies hat zur Folge, dass die Patienten für diese Mittel kein Rezept mehr benötigen.

Freiverkäufliche Kortison-Nasensprays sind nur zur symptomatischen Behandlung eines ärztlich bestätigten saisonalen Heuschnupfens bei Erwachsenen zugelassen. Auch eine bestimmte Tageshöchstmenge muss eingehalten werden. Dies bedeutet im Umkehrschluss: Für andere Anwendungsgebiete wie etwa eine perenniale (ganzjährige) Allergie, etwa durch Hausstaubmilben, Tierhaare etc. und auch für Nasenpolypen sind die Sprays weiterhin verschreibungspflichtig. Sie werden somit von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, wenn sie für diesen Anwendungsbereich zugelassen sind. Dies gilt auch bei allen Kortison-Nasensprays für Kinder und Jugendliche. Auch wenn die freiverkäuflichen Sprays nicht ausreichen oder nicht vertragen werden, kann auf verschreibungspflichtige Präparate zurückgegriffen werden. Der Arzt muss ihren Einsatz dann allerdings in der Patientendokumentation begründen.

BKK RWE-Arzneimittelberatung

Alle Fragen zur medikamentösen Behandlung beantwortet auch die BKK RWE-Arzneimittelberatung telefonisch unter 0800/25 57 42 76 (gebührenfrei) oder per E-Mail unter info@bkk-arzneimittelberatung.de. Weitere Informationen unter www.bkkrwe.de/Arzneimittelberatung.

Foto: Fotolia, Dan-Race

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