Jugendliche: Suchtgefahr durch Internetangebote

Jugendlicher mit Tablet

Digitale Medien sind fester Bestandteil des Alltags junger Menschen – seit 2020 noch verstärkt durch Einschränkungen des Schulbetriebs. Einige digitale Angebote sind jedoch mit dem Risiko einer exzessiven, suchtähnlichen Nutzung verbunden. Dies gilt z. B. für Computerspiele, aber auch für Soziale Netzwerke oder digitale Unterhaltungsangebote.

Aktuelle Studienergebnisse der BZgA belegen, dass die Computerspiel- und Internetnutzung unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Jahr 2019 weiter angestiegen ist. Bis zu 24 Stunden wöchentlich verbringen junge Menschen im Internet und mit Computerspielen. A. d. R.: Erste Studien wie die JIM-Studie verzeichnen für 2020 einen weiteren massiven Zuwachs der Mediennutzung bei Jugendlichen, z. B. Video-Streaming um 15 %.

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der BZgA: „Besonders beliebt sind der Austausch per Chat, das Streamen von Musik und Videos und das Surfen im Internet. Das zeigen unsere Studiendaten. Um exzessiver Mediennutzung vorzubeugen, bietet die BZgA mit dem neu überarbeiteten Internetangebot www.ins-netz-gehen.de Tipps für alternative Beschäftigungen, einen Selbsttest ‚Check dich selbst‘ und das Verhaltensänderungsprogramm ‚Das andere Leben‘. Neu ist der Echtzeitblog, in dem junge Bloggerinnen und Blogger persönliche Medien-Erfahrungen teilen.“

Das BZgA-Präventionsangebot www.ins-netz-gehen.de sensibilisiert Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren für die Risiken von Internetangeboten, um internetbezogenen Störungen oder einer Computerspielsucht vorzubeugen. Das Onlineangebot www.ins-netz-gehen.info informiert erwachsene Bezugspersonen über ihre wichtige Vorbildrolle für Jugendliche. Eltern, Lehrkräfte und Suchtpräventionsfachkräfte finden auf dieser Internetseite Hintergrundinformationen, digitale Beratungsangebote zum Thema sowie Daten und Fakten zur Mediennutzung Jugendlicher.

Quelle: www.bzga.de

Foto: © oz - stock.adobe

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