Immer bessere Aussichten bei Herzkrankheiten

Ausprägungen der Koronaren Herzkrankheit (KHK), insbesondere der akute Herzinfarkt, Angina pectoris und chronische ischämische Herzerkrankungen, bilden die größte Gruppe von Herzkrankheiten. Männer sind davon häufiger betroffen als Frauen und haben eine schlechtere Prognose, wie der aktuelle „Deutsche Herzbericht 2016“ zeigt. Doch im Zuge moderner Therapieverfahren steigen die Überlebenschancen bei diesen Verschlusskrankheiten seit Jahren. „Der Bericht zeigt eine über Jahre belegbare kontinuierliche Reduktion der Sterblichkeit bei KHK“, betonte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), Prof. Dr. Hugo Katus (Heidelberg).

Mehr als zwei Drittel der stationären Fälle entfallen auf Männer, bei den chronisch ischämischen Herzkrankheiten sogar fast drei Viertel. Männer erreichen, anders als bei anderen Herzkrankheiten, auch eine höhere Sterblichkeit.
In der Gesamtheit dokumentiert der „Deutsche Herzbericht 2016“ jedoch massive Verbesserungen. Besonders deutlich wird dies beim akuten Herzinfarkt: Im Vergleich zu 1990, als noch 107,4 Patienten pro 100.000 Einwohner nach dieser Diagnose verstarben, lag die Zahl 2014 bei 59,3. „Der Rückgang der Sterblichkeit nach einem Herzinfarkt resultiert vor allem aus den Verbesserungen der strukturellen und therapeutischen Maßnahmen in den Krankenhäusern“, so Prof. Elsässer. „So wurden neue Techniken zur Wiedereröffnung der verschlossenen Blutgefäße eingeführt, und der Zeitraum vom Eintreffen im Krankenhaus bis zur lebensrettenden Katheter-Behandlung konnte deutlich verkürzt werden“. Zudem trugen auch Optimierungen im Rettungs- und Notarzt-System zu dem Rückgang bei.

Patienten mit Herzinfarkt werden heute primär mit Hilfe der Kathetertechnik behandelt. In den meisten Fällen kann gleich im Anschluss an die diagnostische Katheteruntersuchung eine Aufdehnung der verschlossenen Gefäße mittels eines Ballonkatheters durchgeführt werden. Diese Art der Wiedereröffnung hat im Vergleich zur ausschließlich medikamentösen Blutgerinnsel-Auflösung zu einer deutlichen Senkung der Sterblichkeit geführt.

Quelle und weitere Informationen: http://www.dgk.org

Die BKK RWE bietet ihren Versicherten in Zusammenarbeit mit dem Grönemeyer-Institut in Bochum ein nicht-invasives Verfahren zur Diagnostik koronarer Herzerkrankungen an: Eine detaillierte Untersuchung des Herzens mit einem Kardio- Computertomographen (CT) oder Kardio- Magnetresonanztomographen (MRT). Mehr dazu unter: http://www.bkkrwe.de/kardiodiagnostik-283.html

Foto: Fotolia, yodiyim

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