300 Jahre jung: Betriebskrankenkassen

Im sächsischen Aue gründete ein Unternehmer am 17. April 1717 mit Meistern und Arbeitern des Blaufarbenwerks Pfannenstiel die mutmaßlich erste Betriebskrankenkasse in Deutschland. Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, anlässlich des Jubiläums: „Damals begann eine nun 300 Jahre währende Erfolgsgeschichte – mit allen Höhen und Tiefen, die es in der Geschichte der Unternehmen und Sozialsysteme in unserem Lande seitdem gab.“ Knieps weiter: „Wir sind stolz auf das Erreichte und schauen gemeinsam mit unseren Betriebskrankenkassen und all den Unternehmen, die mit ihnen verbunden sind, zurück und natürlich auch nach vorn.“

Im 18. und 19. Jahrhundert gründeten sich zahlreiche Betriebskrankenkassen, damals in Eigeninitiative und ohne gesetzlichen Auftrag. Mit zunehmender Industrialisierung drohte die extrem hohe gesundheitliche Gefährdung der Arbeiter zum sozialen Sprengstoff zu werden. So gründete Otto von Bismarck 1883 die Gesetzliche Krankenversicherung. Das Erfolgsmodell Betriebskrankenkassen stand dabei Pate: So gab es von Anfang an die paritätische Finanzierung. „Die Herausforderungen von heute liegen für Betriebe und ihre Betriebskrankenkassen darin, trotz des demografischen Wandels den Belegschaften Angebote zu machen, die sie in puncto physischer Gesundheit und psychischer Stabilität gut unterstützen. Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft ist auch im Gesundheitswesen angekommen. Hier fördern Betriebskrankenkassen vor allem diejenigen Projekte, die mit Ärzten und Therapeuten auf der Basis Leitlinien gerechter moderner Medizin entwickelt wurden, “ resümiert Knieps. Der BKK Dachverband ist die politische Interessenvertretung von 78 Betriebskrankenkassen und vier BKK Landesverbänden mit rund zehn Millionen Versicherten.

Quelle: BKK Dachverband e.V.

Foto: Lopata

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