Heimische Powerfrüchte im Herbst

Sanddornfruechte

Ob Sanddorn, Hagebutte oder Aroniabeere: Nun sind diese herrlich leuchtenden Früchte reif und können unser Immunsystem optimal unterstützen. Sie stecken voller Vitamin C und gesunder Antioxidanzien und helfen so gegen Infekte und andere Erkrankungen.

Sauer macht bekanntlich lustig – vor allem aber hält es gesund! Beeren und Früchte, die jetzt an unseren heimischen Sträuchern in kräftigen Rot- und Orangetönen leuchten, punkten zwar nicht durch ihre Süße. Aber dafür verdanken sie ihr säuerliches Aroma dem stark konzentrierten Vitamin C, das sie für uns so wertvoll macht. So enthält etwa Sanddorn 10-mal mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte, und schon wenige Teelöffel Saft decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen ab. Clever kombiniert, lassen sich aus allen Früchten leckere Rezepte zaubern.

Sanddorn

Sanddornfrüchte zählen zu den vitamin-C-reichsten einheimischen Nahrungsmitteln. Bekannt sind besonders die Marmelade oder der Sirup aus der Beere. Bei der Zubereitung geht durch die die Erhitzung ein Teil der wertvollen Inhaltsstoffe verloren. Achten Sie daher auf möglichst kurze Einkochzeiten. Getrocknet und luftdicht aufbewahrt, lässt sich das ganze Jahr Tee aus den Beeren zubereiten. Auch möglich: Tiefgefrorenen Sanddorn zu Smoothies verarbeiten oder Sanddornsaft (Muttersaft) in Kombination mit anderen Zutaten, zum Beispiel Apfelsaft, verdünnt einsetzen. So geht kaum Vitamin C verloren.

Gut zu wissen: Sanddorn ist eine der wenigen pflanzlichen Vitamin-B12-Quellen. Dies macht ihn auch für Vegetarier und Veganer besonders interessant. Daneben enthält er viel Vitamin E sowie Eisen, Kalzium, Mangan und Magnesium. Sanddorn wirkt entzündungshemmend, fördert die Wundheilung und die Verdauung.

Rezepttipp: Sanddorn-Karotten-Smoothie

Zubereitung (für zwei Gläser): 200 ml Kokosmilch, 100 ml Karottensaft, 30 ml Sanddornsaft und eine Handvoll Eiswürfel in einem Mixer pürieren, bis die Masse cremig ist. Nach Wunsch kann noch mit Ahornsirup nachgesüßt werden. Tipp: Länger satt macht der Smoothie, wenn zusätzlich 3 EL Chiasamen und einige Cashewkerne untergemixt werden.

Hagebutte

Was Hagebutten so rot macht, ist der Farbstoff Lycopin. Dieses wertvolle Antioxidans stärkt die Abwehrkraft, soll im Körper freie Radikale einfangen und kann eine gute Wirkung bei rheumatischen Beschwerden erzielen. Die Rosenfrüchte besitzen auch einen großen Vitamin-C-Anteil sowie Vitamin A.

Hagebutten gibt es nur selten frisch zu kaufen, dafür aber Hagebuttenmark. Man kann es zum Beispiel für fruchtige Soßen, zu Wildgerichten oder zum Einkochen von Marmelade verwenden. Getrocknete Früchte eignen sich für Tee, Pulver zum Weiterverarbeiten, etwa ins Müsli oder in den Smoothie.

Tipp: Wer selbst Hagebutten aus dem Garten trocknen möchte, sollte sie nicht im Ofen, sondern einfach an einem trockenen Ort ausbreiten und mehrmals während der Trocknung wenden. So gehen kaum Vitamine verloren, aber es entsteht auch kein Schimmel.

Wichtig: Hagebutten sollten nicht roh gegessen werden, da ihre Kerne die Schleimhäute reizen.

Rezepttipp: Schwedische Hagebuttensuppe im Glas

1 Glas Hagebuttenmark (200–250 g) mit 800 ml Gemüsebrühe und 150 ml Apfelsaft zum Kochen bringen. 2–3 EL Zucker einrühren. Mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken. 1 TL Speisestärke mit etwas kaltem Wasser verrühren und zum Binden in die Suppe geben. 100 ml Sahne einrühren. Mit Baguette servieren.

Tipp: Hagebuttenmark lässt sich auch ideal zum Aromatisieren in Kürbis- oder Kartoffelsuppen einrühren.

Aroniabeere

Die ursprünglich und Nordamerika und mittlerweile auch in Mitteleuropa heimische Aroniabeere, auch (Schwarze) Apfelbeere genannt, hat durch den hohen Gerbsäureanteil einen herb-süß-säuerlichen Geschmack. Sie ist reich an sekundären Pflanzenstoffen wie etwa Flavonoiden, Vitamin C und Mineralstoffen wie Zink. Diese Substanzen besitzen eine zellschützende Wirkung, indem sie freie Radikale unschädlich machen und so das Risiko für Zellalterung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und möglicherweise Krebs senken können.

Aroniabeeren werden vor allem zu Marmelade, Saft und Chutneys verarbeitet. Es gibt sie aber auch als Trockenfrüchte. Die Beeren färben bei der Verarbeitung stark ab und geben daher auch Speisen eine intensive Farbe – etwa Smoothies oder Buttermilch-Shakes.

Hinweis: Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) weist darauf hin, dass die Inhaltsstoffe von Aroniaprodukten nicht mit den isolierten Polyphenolen identisch sind, die sich in der Krebsforschung als wirkungsvoll erwiesen haben. Krebspatienten sollten aroniahaltige Nahrungsergänzungsmittel nur nach Absprache mit ihrem behandelnden Arzt einnehmen.

Quelle: www.fkm-verlag.de

Foto: © tobiasott - stock.adobe

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