Heftige Grippewelle in Deutschland

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilt, begann die Grippe (Influenza) in dieser Saison früher als sonst und verbreitet sich rasant. So wurden dieses Jahr bis zum 10. Februar fast 11.000 Influenzafälle gemeldet, überwiegend in östlichen und südlichen Landesteilen – mit stark steigender Tendenz. Denn der Saison-Impfstoff schützt in diesem Jahr nur mäßig vor dem Erreger: Da die jährliche Grippeimpfung bereits lange vor der Grippesaison festgelegt und entwickelt wird, kann der Impfstoff vom späteren Haupterreger abweichen. Dies ist derzeit der Fall: Der aktuelle H3N2-Influenzavirus (ein Influenza-A-Subtyp) ähnelt zwar einzelnen Impfstoffkomponenten, weicht jedoch von ursprünglich prognostizierten Erreger ab. „Hier muss mit einer möglicherweise reduzierten Impfwirkung gerechnet werden“, so Silke Buda, Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des RKI. Dennoch ist die Impfung laut Experten auch in diesem Jahr der bestmögliche Vorabschutz. „Die bisherige Impfquote ist immer noch nicht zufriedenstellend“. Nur etwa die Hälfte der Älteren und kaum ein Viertel der Schwangeren – die zwei Hauptrisikogruppen – seien gegen Influenza geimpft.

Daher hat sich die Grippe in diesem Jahr früher und schneller verbreitet als im Vorjahr. Hinzu kommen zeitgleich weitere Erkrankungswellen mit anderen Atemwegserkrankungen sowie Magen-Darm-Infektionen sowie die Karnevalszeit als jährlicher „Verstärker“. Daher sollte gerade jetzt auf Händehygiene, das Meiden Erkrankter und einen Verzicht auf größere Veranstaltungen und enge Kontakte geachtet werden.

Zeichen einer Grippe

Eine Grippe (Influenza) kann wie eine Erkältung oder sogar unbemerkt verlaufen. Bei vielen beginnt sie jedoch mit den charakteristischen Symptomen: plötzliches Fieber, Schüttelfrost, Krankheitsgefühl, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Da sich bei geschwächten Personen in der Folge Komplikationen wie gefährliche Lungenentzündungen einstellen können, wird für sie eine Grippeimpfung empfohlen, insbesondere: Menschen ab 60, chronische Kranke, Schwangere, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Mitarbeiter im Gesundheits-, Pflege-, Bildungs- oder Kundenbereich. Von der Ansteckung bis zum Beginn der Symptome (Inkubationszeit) können einige Stunden bis Tage vergehen, in denen Betroffene zunehmend ansteckend sind. Nicht zu verwechseln ist die Grippe mit grippalen Infekten und Erkältungen, die deutlich milder verlaufen und durch andere Viren ausgelöst werden.

Weitere Informationen

Fragen zur Grippe oder Grippeschutzimpfung beantworten auch die Experten der BKK RWE-Gesundheitshotline unter: +49 89 55987 - 679. Wer sich impfen lassen möchte: Die BKK RWE erstattet die Grippeschutzimpfung über den gesetzlichen Schutz hinaus nicht nur für Risikogruppen, sondern für alle Versicherten, denen die Impfung ärztlich empfohlen wird. Reichen Sie dazu einfach die Originalrechnung bei uns ein.

Foto: Dirima

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