Hautgesundheit: Jetzt an Sonnenschutz denken

Schon lange vor dem Hochsommer hat die Sonne ihren höchsten Stand im Jahr erreicht. Daher sollte man Aufenthalte im Freien zwar genießen, die Haut zwischen April und August aber ausreichend vor natürlicher UV-Strahlung schützen. Denn diese beschleunigt nicht nur die Hautalterung, sondern kann im ungünstigsten Fall innerhalb von fünf Minuten Hautschäden verursachen.

Grundsätzlich sollte man seine Haut daher von 11 bis 15 Uhr nicht der direkten Sonne aussetzen, besonders nicht nach langer Sonnenabstinenz. Tragen Sie im Freien möglichst lange, luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung – auch bei Bewölkung. Denn etwa die Hälfte der UV-Strahlung durchdringt Wolken, Kleidung und Sonnenschirme. Wer direkte Sonne genießen möchte, sollte zuvor eine Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor (LSF) 20 oder höher auftragen. Der LSF gibt an, um wie viel länger Sie sich eingecremt unbeschadet in der Sonne aufhalten können. Sonnencremes sollten licht-, wasser-, schweiß- und hitzebeständig sein und sowohl vor UVB-Strahlung als auch vor UVA-Strahlung schützen. Ihre chemischen Filtersubstanzen verwandeln UV-Licht in harmloses Infrarotlicht. Da sie sich rasch zersetzen, muss stündlich nachgecremt werden. Je heller Ihre Haut, desto besser müssen Sie sich schützen – vom dunklen Hauttyp mit braunen Augen, der fast nie Sonnenbrand bekommt, bis hin zu sonnenempfindlichen Menschen mit rotem Haar und grünen Augen. Braun gebrannte Haut ist ein Risiko für Falten, Pigmentflecken und Hautkrebs. Kommen Sie lieber etwas heller aus dem Urlaub zurück. Bräunungscremes und Solarienbesuche schützen übrigens nicht vor UV-Strahlung.

Kinder unter 7 Jahren sollten immer vor direkter Sonne geschützt werden, z. B. durch Kopfbedeckung, lange Kleidung oder Schwimmanzug. Ideal ist Kleidung mit eingewebtem Lichtschutzfaktor.

Hautkrebs auf dem Vormarsch

Jeder Sonnenbrand ist einer zu viel, denn die Haut besitzt ein lebenslanges Gedächtnis, altert an betroffenen Stellen vorzeitig und entwickelt dort häufiger Krebs: Über 20.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) – in den meisten Fällen aufgrund zu intensiver Sonneneinstrahlung im Lauf ihres Lebens. Leberflecken (Pigmentmale) als mögliche Vorstufen vermehren sich unter Sonneneinstrahlung. Wenn sie sich verändern oder die Anzahl von 50 übersteigen, sollten sie daher ärztlich untersucht werden.

Was tun bei Sonnenbrand?

Wenn es einmal zum Sonnenbrand kommt, kühlen Sie den Bereich und trinken Sie reichlich. Auch entzündungshemmende Kühlgele beschleunigen die Heilung. Bei Babys und Kleinkindern oder wenn Blasen, starke Schmerzen, Nackensteifigkeit oder Übelkeit auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen!

Hautscreening für unsere Versicherten

Die BKK RWE übernimmt für ihre Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein kostenloses ärztliches Hautscreening, z. B. im Rahmen des Gesundheits-Check-ups – ganz einfach über die BKK RWE-Gesundheitskarte. Aber auch unter 35-jährige BKK RWE-Versicherte können sich in bestimmten Bundesländern regelmäßig checken lassen. Mehr dazu ...

Mehr Informationen zur Früherkennung und zum Hautschutz lesen Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter www.kbv.de/html/8939.php.

Foto: © John Smith - Stock Adobe

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