Grippeimpfung verringert Risiko für einen Krankenhausaufenthalt

Die Grippeimpfung bringt gegenüber anderen Impfungen eine Besonderheit mit sich: Sie muss jedes Jahr neu erfolgen, da sich die auslösenden Viren verändern. Dennoch schützt sie nicht in jedem Fall vor einer Erkrankung - denn sie wird vor den Erkrankungswellen entwickelt und kann sich daher nur auf Prognosen stützen. Zwei aktuelle Studien weisen jedoch nun darauf hin, dass eine Influenzaimpfung schwerwiegende Folgen mit Krankenhausaufenthalt bei Kindern um die Hälfte und bei Erwachsenen um mehr als ein Drittel reduzieren kann; das Risiko für schwere Verläufe bei geimpften Patienten war um 36 % niedriger als bei nicht geimpften. Auch das Sterberisiko sowie die Wahrscheinlichkeit einer Lungenentzündung waren entsprechend reduziert.

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt, Kinder mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Stoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Leber, der Niere oder mit neurologischen Behinderungen jährlich gegen Grippe impfen zu lassen. Dies ist bei Kindern ab dem vollendeten 6. Lebensmonat möglich.

Grippewellen verursachen in Deutschland jedes Jahr 8.000–10.000 Todesfälle und 10.000–20.000 Krankenhauseinweisungen. Die Übertragung der Viren geschieht v. a. durch Husten, Niesen, Küssen, Händeschütteln und Berühren infizierter Flächen und erreicht um den Jahreswechsel und zur Karnevalszeit ihren Höhepunkt. Zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch liegen in der Regel ein bis zwei Tage, in denen Infizierte bereits ansteckend sind – und dies bis etwa vier Tage nach den ersten Symptomen bleiben.

Bei vielen beginnt die Grippe mit den charakteristischen Symptomen: plötzliches Fieber, Schüttelfrost, Krankheitsgefühl, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Nicht zu verwechseln ist die Grippe mit grippalen Infekten und Erkältungen, die deutlich milder verlaufen und durch andere Viren ausgelöst werden.

Die Impfung ist wird einmal jährlich – optimalerweise zwischen Ende September und Ende November - durchgeführt, kann aber notfalls noch im Dezember oder Januar nachgeholt werden. Sie ist bei jedem Arzt möglich, wirkt bereits nach 14 Tagen und bietet einen ausreichenden Schutz für den Winter.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de

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