Gewichtszunahme durch Schlankheitsdruck

Ein negatives Körperbild durch den Druck schlank zu sein erhöht laut texanischen Forschern besonders bei Jugendlichen deutlich das Risiko von Übergewicht. Somit sorgen Warnungen vor Übergewicht, Appelle zum Schlanksein und ein gesellschaftliches Ideal einer schlanken Figur nicht für weniger, sondern mehr Fettleibigkeit.

Diejenigen Teilnehmer, die sich selbst als zu dick wahrgenommenen hatten, waren im Vergleich zu den anderen Probanden nach einem Jahr doppelt so häufig übergewichtig – unabhängig davon, ob sie zu Beginn der Studie zu viel gewogen hatten. Junge Frauen in der Gruppe waren nach einem Jahr sogar dreimal so häufiger fettleibig.

Vergangene Forschungsarbeiten hatten bereits gezeigt, dass ein negatives Körperbild nicht nur mit größerer psychische Belastung einhergeht, sondern auch mit unregelmäßigem Essen, Essattacken und einem Rückgang gesundheitsfördernder Verhaltensweisen wie körperlicher Aktivität oder Obst- und Gemüseverzehr. Demnach wäre das Annehmen des eigenen Körpers für die Gewichtsentwicklung deutlich förderlicher als Problematisierung, Schlankheitsdruck und restriktive Ernährungskonzepte.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de, EurekAlert!, Journal of Affective Disorders

Bild: © vanda

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