Gesundheitsbericht: Weniger Krebs- und Herztote

Das Bundesministerium für Gesundheit und das Robert Koch-Institut haben in Berlin – nach den Vorgängerstudien 1998 und 2006 – den dritten Bericht "Gesundheit in Deutschland" vorgestellt. Dabei geht es um die Fragen: Wie steht es um unsere Gesundheit? Welche Faktoren beeinflussen sie? Wie ist es in Deutschland um Prävention und Gesundheitsförderung bestellt?

Rund drei Viertel der Frauen und Männer in Deutschland sehen laut dem Bericht ihren Gesundheitszustand als "gut" oder "sehr gut", bei einer Lebenserwartung von 82,7 (Frauen) bzw. 77,7 Jahren (Männer) bei Geburt. Zudem gibt es in Sachen Versorgung und Gesundheitsverhalten in Deutschland kaum noch Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern. Darüber hinaus verzeichnet der Bericht seit 2004 einen kontinuierlichen Rückgang jugendlicher Raucher.

Gesunken sind auch die Sterblichkeitsraten für die meisten Krebsarten sowie Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall. Allerdings hat seit dem ersten Gesundheitsbericht die Zahl der bekannten Diabeteserkrankungen zugenommen: Insgesamt leiden ca. 4,6 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 79 Jahren an Diabetes mellitus. Addiert man die 1,3 Millionen, die an einem unbekannten Diabetes leiden sowie die über 80-Jährigen, dann beläuft sich die Gesamtzahl der Patienten etwa auf 6,7 Millionen.

Einer der Haupteinflussfaktoren auf Gesundheit und Versorgung ist der demografische Wandel. Ein Drittel des Anstiegs bei bekannten Diabeteserkrankungen wird beispielsweise auf demografische Alterung zurückgeführt. Eine weitere bestimmende Entwicklung ist die soziale Lage: Männer mit hohem Einkommen haben eine um elf Jahre höhere Lebenserwartung als solche mit sehr niedrigem Einkommen.

Vollversion des Berichts: Gesundheit in Deutschland

Foto: © Robert Kneschke

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