Die meisten Erwachsenen übergewichtig

Die Europäer wachsen über sich hinaus – vor allem körperlich. So sind laut einer Erhebung des statistischen Amtes der Europäischen Union Eurostat mehr als die Hälfte, nämlich 51,6 %, der Erwachsenen in der EU übergewichtig, davon 15,9 % fettleibig (adipös). Doch auch das andere Extrem ist verbreitet: 2,3 % der Europäer sind untergewichtig. Die jüngst veröffentlichten Daten gelten für das Jahr 2014 und stammen aus der Europäischen Gesundheitsbefragung.
Adipositas (Fettleibigkeit) ist ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem, das bei Erwachsenen durch einen Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder mehr gekennzeichnet ist. Damit steigt das Risiko für Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Arthrose, bestimmte Krebsarten oder Thrombose auf ein Vielfaches gegenüber Normalgewichtigen.

Die geringsten Anteile Adipöser wiesen Rumänien (9,4 %) und Italien (10,7 %) auf, gefolgt von den Niederlanden (13,3 %), Belgien und Schweden (je 14,0 %). Dagegen war in Malta (26,0 %) mehr als jeder vierte Erwachsene betroffen, in Lettland (21,3 %), Ungarn (21,2%), Estland (20,4%) und dem Vereinigten Königreich (20,1%) etwa jeder Fünfte. In Deutschland ist mit 16,9 % etwa jeder sechste Erwachsene adipös.

In fast allen Mitgliedstaaten steigt der Anteil adipöser Menschen mit dem Alter und sinkt mit steigendem Bildungsniveau. So betrug in Deutschland der Anteil der betroffenen 65–74-Jährigen 23 % gegenüber 7,2 % der 18–24-Jährigen. Der Anteil adipöser Erwachsener mit niedrigem Bildungsniveau lag bei 21,4 % gegenüber 18,0 % bei Personen mit mittlerem Bildungsniveau und 13,1 % bei hohem Bildungsniveau.

Vollständige Pressemitteilung (PDF-Version): http://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/7700903/3-20102016-BP-DE.pdf/70d4d04a-f24b-47dc-b69d-e3a677774480

Foto: © Pavlo Vakhrushev, Fotolia

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