Diabetischer Fuß: etwa jede zweite Amputation unnötig

Diabetisches Fußsyndrom

Das diabetische Fußsyndrom (DFS) ist eine der häufigsten Folgen von Diabetes Typ 1 und 2. Hierzulande werden deshalb jährlich bis zu 50.000 Amputationen durchgeführt. Durch flächendeckende, gezielte Maßnahmen könnte diese Zahl deutlich reduziert werden, so die Arbeitsgemeinschaft „Diabetischer Fuß“ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

„Geeignete Präventionsmaßnahmen und interdisziplinäre ärztliche Zusammenarbeit kann Betroffenen einen solchen Weg zu ersparen“, erklärt Dr. med. Michael Eckhard, Sprecher der AG „Diabetischer Fuß“ der DDG. „Alle Menschen mit DFS müssen an ein multidisziplinäres Fußbehandlungsteam verwiesen werden – und zwar ohne Verzögerung.“

Gesetzlich krankenversicherte Patienten mit DFS haben vor einer geplanten Amputation einen Rechtsanspruch auf einer unabhängigen ärztlichen Zweitmeinung. „Dies soll Betroffene unterstützen, eine informierte Entscheidung zur möglichen Auswahl zwischen invasiven oder konservativen Behandlungsmöglichkeiten zu treffen und damit gegebenenfalls eine medizinisch nicht gebotene Amputation zu vermeiden“, erläutert Eckhard.

Quelle: www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de

Foto: © daizuoxin - stock.adobe

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