Curuba: Was ist das denn?

Die Curuba ist eine hierzulande eher unbekannte Frucht. Das gelbe Obst wird auch Bananen-Passionsfrucht genannt, denn Form und Farbe erinnern entfernt an eine unreife Banane. Das orangefarbene Fruchtfleisch hat eine geleeartige Konsistenz und ist von vielen essbaren Samenkernen durchsetzt. Die reife Curuba verströmt einen angenehmen Duft und hat einen vollfruchtigen, säuerlich-aromatischen Geschmack – ähnlich wie ein Apfel. Übrigens hat sie den höchsten Vitamin-C-Gehalt unter den Passionsfrüchten.

Die gelbe Exotin ist mit der Maracuja verwandt und gehört zur Gattung der Passionsblumen (Passiflora), von denen 50 bis 60 Vertreter essbare Früchte hervorbringen. Die Heimat der Curuba liegt in den kolumbianischen Anden in Höhenlagen von 2.000 bis 3.000 Metern. Botanisch gesehen ist die Frucht eine Beere, länglich geformt und etwa 10 cm lang. Die Schale ist weich und fein behaart. Bei der Reifung verfärbt sie sich von Dunkelgrün nach Hellgelb. Es gibt aber auch rötliche Früchte.

Für den puren Genuss wird die Curuba einfach der Länge nach halbiert und mit Kernen ausgelöffelt: Die Schale ist ungenießbar. Das Fruchtfleisch lässt sich in Obstsalaten, Milchshakes, Joghurt, Sorbets, Quarkspeisen und Pudding verwenden. Auch in der Marmelade schmeckt die Passionsfrucht hervorragend. Wer die Curuba zu Smoothies oder Saft verarbeiten möchte, sollte die Samen im Mixer vorsichtig vom Fruchtfleisch lösen und die Masse durch ein feines Sieb passieren. Für ein erfrischendes Salatdressing wird Curubasaft mit Senf, Olivenöl, einem Esslöffel körnigem Frischkäse sowie Zitronensaft verrührt und mit Zucker und Salz abgeschmeckt.

Passionsfrüchte wie die Curuba werden ganzjährig angeboten. Wer sich dafür entscheidet, sollte voll ausgefärbte, makellose Früchte mit einer sauberen Schale wählen. Zu kühl mag es die Curuba nicht. Bei Zimmertemperatur können grünliche Früchte hingegen noch etwas nachreifen, bis die Schale auf sanften Fingerdruck nachgibt. Passionsfrüchte enthalten neben natürlichem Zucker reichlich Zitronensäure, Kalium, Phosphor, Eisen und die Vitamine B1, B2, Niacin, Provitamin A und Vitamin C.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Foto: © Ildi Papp - stock.adobe

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