Bundesweite Hebammensuche geht online

Statistisch gibt es genug Hebammen in Deutschland. Doch in einigen Regionen ist es sehr schwer, tatsächlich eine zu finden. Das belastet Familien sehr. Der Grund: Bei den öffentlich zugänglichen Anlaufstellen für Schwangere oder über das Internet sind vergleichsweise wenige Hebammen mit ihren Kontaktdaten gelistet. Demgegenüber steht eine Vielzahl freiberuflicher Hebammen, die dem Hebammenvertrag beigetreten sind und ihre Leistungen mit den Krankenkassen abrechnen wollen. Diese Informationslücke schließt nun eine Hebammenliste auf der Internetseite des GKV-Spitzenverbandes. Bundesweit über 18.000 freiberufliche Hebammen sind dort mit ihrer Telefonnummer und/oder ihrer E-Mail-Adresse sowie ihrem kompletten Leistungsangebot aufgeführt. Basis hierfür bilden die Daten aller diesem Vertrag beigetretenen Hebammen. Erst das im Mai in Kraft getretene Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hatte diesen Schritt für den GKV-Spitzenverband ermöglicht. Bis dahin durften die gesetzlichen Krankenkassen eine solche bundesweite Übersicht nicht veröffentlichen.

„Uns war es wichtig, diesen neuen Service schwangeren Frauen und Wöchnerinnen schnell anzubieten. Wie groß der Bedarf der Versicherten an Informationen und Hilfe bei der Hebammensuche ist, zeigen Rückmeldungen aus der Praxis. Die Hebammenliste ermöglicht erstmals eine vollständige Suche nach freiberuflichen Vertragshebammen in der gewünschten Region. Diese Übersicht kann Schwangeren und Wöchnerinnen die Suche nach einer Hebamme vor Ort sehr erleichtern“, so Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband.

In der Suchmaske der Hebammenliste können Ort, Postleitzahl Straße, eine Kilometerzahl für die Umkreissuche sowie eine konkrete Leistung (z. B. Schwangeren-/Wochenbettbetreuung, Geburt im Geburtshaus, Geburt in Kliniken oder Geburtsvorbereitungs-/Rückbildungskurse) angegeben werden. Als Ergebnis erhält man eine Liste der freiberuflich tätigen Hebammen aus der gesuchten Region mit Namen, Telefonnummer, ggf. E-Mail-Adresse und ihrem Leistungsangebot, die kontaktiert werden können. Adressangaben und Kartensuche sind aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich.

Die Hebammenliste ist zu erreichen unter www.gkv-spitzenverband.de/hebammenliste.

Quelle: www.gkv-spitzenverband.de

Tipp: Unterstützung Schwangerer und junger Mütter durch die BKK RWE

Die BKK RWE bietet ihren Versicherten für die Zeit von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und im 1. Lebensjahr des Kindes eine digitale Hebammenberatung an. Schwangere und Mütter können mit einer Hebamme chatten oder telefonieren. Immer dann, wenn es gerade nötig ist. Hier lesen Sie mehr dazu: https://www.bkkrwe.de/digitale-hebammenberatung.html.

Außerdem informiert und unterstützt die BKK RWE ihre schwangeren Versicherten und Wöchnerinnen engmaschig mit weiteren Leistungen. Sie übernimmt die im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Entbindung entstehenden Kosten und hilft bei der Suche nach einer geeigneten Hebamme in Ihrer Nähe. Weitere Informationen unter www.bkkrwe.de/mutterschaft.

Die BKK RWE bietet zudem zahlreiche Extra-Leistungen für werdende Mütter an, darunter bei ärztlicher Empfehlung die Kostenerstattung (bis 100 €) für zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen wie Nackenfaltenmessung, Toxoplasmosetest, Triple-Test, B-Streptokokken-Untersuchung, zusätzliche Ultraschalluntersuchungen, FisH-Test (zur Erkennung von Trisomie), Ringelröteln-/Windpocken-, Zytomegalie- und PIGF-Test (zur Erkennung von Präeklampsie, einer Bluthochdruckerkrankung während der Schwangerschaft). Mehr dazu unter https://www.bkkrwe.de/frueherkennung-in-der-schwangerschaft.html.

Foto: © Leonid - stock.adobe.com

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