Bewegte Zeit: Fit in den Winter

Mit der kalten Jahreszeit steigt der Appetit, besonders auf süße, würzige und fette Nahrungsmittel. Gleichzeitig bewegen wir uns im Schnitt weniger und halten uns überwiegend in beheizten Räumen auf. Denn die Gartensaison ist vorüber, nur noch selten lädt das Wetter zur Aktivität im Freien ein, und mangels Licht steigt das Schlaf- und Ruhebedürfnis. In der Folge nehmen wir im Schnitt zwischen Oktober und Februar zwischen 1 und 5 kg zu. Wer hingegen aktiv bleibt, fühlt sich nicht nur deutlich besser und konzentrierter, sondern baut Fitness statt Körpergewicht auf und rüstet sich wirksam gegen Winterinfektionen.

Aktiv bleiben: Bei jeder Gelegenheit ins Freie

Gehen Sie bei jeder Gelegenheit ins Freie, auch und gerade bei schlechtem Wetter.
Bewegen Sie sich regelmäßig, zwei- bis dreimal in der Woche für mindestens 30 Minuten. Wandern, Laufen, Nordic Walking, Langlauf, Tanzen oder Fitnesstraining eignen sich ideal dazu. Funktionelle Kleidung ermöglicht dies bei jedem Wetter. Auch viele Hallensportarten wie Badminton, Klettern, Basket- und Volleyballball haben im Winter Saison.

Richtig Essen: Wintergemüse genießen

Anders als die meisten glauben, bietet der Winter die vitaminreichsten Nahrungsmittel, die Sie unbedingt nutzen sollten, darunter Kohlrabi, Kartoffeln, Kürbis, Chicorée, Feldsalat, Rosen- oder Grünkohl. Zwar braucht der Körper im Winter mehr Kalorien als im Sommer, sodass Sie von Zeit zu Zeit weihnachtliche Süßspeisen, Eintöpfe und andere reichhaltige Nahrung genießen dürfen. Sparen Sie jedoch an Snacks zwischendurch, kalorienreichen Getränken einschließlich Alkohol sowie gebratenen, gebackenen und frittierten Speisen. Kartoffeln, Kürbissuppen, Sauerkraut, Bohnen, Rosenkohl, Hühnersuppe und Vollkornbrot mit Gemüseaufstrich machen auch ohne Gewichtszunahme richtig satt.

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Die BKK RWE übernimmt die Kurskosten i. H. v. bis zu 320 € für bis zu zwei qualitätsgesicherte Bewegungs- und Ernährungskurse pro Jahr.

„Cool bleiben“: Erkältungen zuvorkommen

Meist hat eine Erkältung mehr mit Wärme als mit Kälte zu tun: Beheizte Räume mit vielen Menschen sind die wichtigste Voraussetzung dafür. Durch zu warme Luft, Kleidung und Decken sinkt zudem die Wärmeproduktion des Körpers. Somit fröstelt er bei Abkühlung schneller, die Temperatur der Schleimhäute von Nase, Rachen, Bronchien und Augen sinkt – und damit ihre Abwehr. Damit werden Infektionserreger nicht nur leichter übertragen, sondern finden auch einen idealen Nährboden. Schnupfen, Husten, Ohrenschmerzen und Blasenentzündungen zählen zu den Folgen. Wer sich an folgende Tipps hält, wird seltener krank und überwindet Infektionen schneller:

  • Kaltes Wasser aktiviert den Körper und härtet ihn ab, z. B. kalte Güsse, Wechselduschen, oder Baden im Eiswasser.
  • Genießen Sie so viel Sonnenlicht wie möglich. Dies steigert die Aktivität und Laune und bildet in der Haut Vitamin D.
  • Räume sollten nicht über 21 °C geheizt werden. Vermeiden Sie insbesondere trockene Heizungsluft und lüften Sie stündlich nach dem Stoßprinzip: So viele Fenster wie möglich für 2–5 Minuten öffnen.
  • Vermeiden Sie Frösteln, insbesondere kalte Füße und Sitzflächen.
  • Tragen Sie bei einstelligen und kälteren Temperaturen Mütze und Handschuhe – besonders Kinder verlieren rasch Wärme über den Kopf.
  • Viele Menschen leiden mangels Sonnenlicht besonders im Winterhalbjahr unter einem Vitamin-D-Mangel. Dann sollte dieses Vitamin als Präparat zugeführt werden.
  • Trinken Sie genug, am besten Wasser oder zuckerfreien Kräutertee. Somit sind die Schleimhäute immer gut befeuchtet und wehren Keime leichter ab.
  • Nutzen Sie die Sauna zur Entspannung und Immunstimulation, besonders mit anschließendem kalten Ganzkörperguss.
  • Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf, optimalerweise zwischen 6 und 8 Stunden.
Foto: Gorilla

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