Beratung zum Onlineverhalten Jugendlicher

"Meine Tochter schreibt pausenlos WhatsApp-Nachrichten.", "Meine Schüler sind ständig mit ihren Smartphones zugange!", "Gibt es eigentlich Handysucht?" - Eltern und Lehrkräfte sind oft unsicher, wie sie mit der intensiven Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen vor allem via Smartphone umgehen sollen.

Anlässlich des Safer Internet Day am 9. Februar 2016 erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler: "Das Internet ist heute ein wichtiges Medium mit riesigen Möglichkeiten und Vorteilen. Wir sollten uns allerdings auch der Gefahren bewusst sein. Dafür brauchen wir eine breite Mediennutzungskompetenz. Eine exzessive und unkontrollierte Computerspiel-, Smartphone- oder Internetnutzung kann zur Abhängigkeit führen. Es bringt nichts, Kindern und Jugendlichen ihre Online-Aktivitäten zu verbieten, vielmehr müssen wir ihnen zeigen, wie sie sinnvoll mit dem Internet umgehen können. Medienkompetenz steht daher für gesundheitliche Prävention."

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet Eltern und Multiplikatoren dafür ein neues Unterstützungsangebot: Beratung per E-Mail zur Onlinenutzung Jugendlicher. Auf www.multiplikatoren.ins-netz-gehen.de können Mütter und Väter ebenso wie pädagogische Fachkräfte konkrete Fragen rund um jugendliche Mediennutzung stellen. Ein BZgA-Beratungsteam beantwortet die E-Mail-Anfragen innerhalb von 48 Stunden auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und unterstützt mit pädagogisch bewährten Tipps.

"Die Entwicklung der Medienkompetenz junger Menschen ist ein Prozess, den Erziehende fördernd begleiten sollten", erläutert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. Um Kinder und Jugendliche vor einer exzessiven Nutzung von Computerspielen und Internetangeboten zu schützen, bietet die BZgA im Rahmen der deutschlandweiten Präventionskampagne "Ins Netz gehen - Online sein mit Maß und Spaß" Informationen für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren unter www.ins-netz-gehen.de und Informationen für Erwachsene unter www.multiplikatoren.ins-netz-gehen.de.

Die Materialien können unter www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung kostenlos bestellt werden.

Weitere Informationen:

Studie "Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2011" - Teilband Computerspielen und Internetnutzung www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/suchtpraevention

www.drogenbeauftragte.de

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