Bei Heuschnupfen auf Nahrungsallergien achten

Viele Pollenallergiker freuen sich bereits auf ein Nachlassen der Symptome ab den Sommermonaten. Doch als Trittbrettfahrer sind häufig Allergien auf Nahrungsmittel mit im Boot. Denn manche Stoffe aus dem Essen sind Pollenallergenen täuschend ähnlich. Der Körper hält daher nicht nur die Pollen irrtümlich für gefährliche Krankheitserreger, sondern bestimmte Nahrungsmittel für Pollen. Innerhalb weniger Minuten nach dem Kontakt kribbelt der Mundraum, es kann sich ein Ausschlag bilden, die Augen und der Naseninnenraum können jucken. Seltener stellen sich Übelkeit oder Gesichtsschwellungen ein. Man spricht von Kreuzallergie.

So reagieren Birkenpollenallergiker häufig auf Kern- und Steinobst wie Äpfel, Aprikosen und Kirschen, aber auch auf Karotten, Sellerie, Mandeln und Haselnüsse. Bei einer Gräserpollenallergie können Betroffene auch auf Tomaten, rohe Kartoffeln und Melone allergisch sein. Wer bei auf Beifuß überempfindlich ist, sollte Bananen, Karotten, Sellerie, Koriander sowie Erdnüsse mit Vorsicht genießen.

Ein Ernährungstagebuch gibt hierbei meist Aufschluss darüber, welche Nahrungsmittel für die Beschwerden verantwortlich sind. Besonders Kinder sollten bei den ersten Anzeichen das Essen ausspucken und evtl. den Mund ausspülen. „Insbesondere wenn Atemprobleme auftreten, sollte der Notarzt gerufen werden. In den meisten Fällen reicht aber die Gabe von Antihistaminika. Sind die Lebensmittel gekocht, ist eine Kreuzallergie relativ selten“, erklärt Kinder- und Jugendarzt Prof. Hans-Jürgen Nentwich.

Kreuzallergien treten nicht nur bei Baumpollen und Früchten auf, sondern auch bei vielen anderen Allergenen. So können Milbenallergiker gegenüber Schalen- und Weichtieren sensibilisiert sein. Wer Kuhmilch nicht verträgt, hat auch ein hohes Risiko, auf Ziegenmilch allergisch zu reagieren. Eine Latexallergie kann allergische Reaktionen auf Avocado, Bananen, Zitrusfrüchte, Mangos und Tomaten zur Folge haben.

Unser Tipp: Bei Fragen wenden Sie sich gern an die Experten unserer BKK RWE-Gesundheitshotline. Die Gesundheitshotline der BKK RWE ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für Sie da, zum Ortstarif: 089 55987 - 679.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de

Foto: Fotolia, WavebreakMediaMicro

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