Badevergnügen – aber sicher!

Wenn die Luft in der Tageshitze flimmert und die Kleidung am Körper klebt, heißt es: Rein ins Badevergnügen. Ob Freibad oder Freigewässer: Die Abkühlung und Bewegung tut rundum gut. Gleichzeitig sollte die Sicherheit unbedingt gewährleistet sein, damit der Freizeitspaß nicht tragisch endet: Pro Jahr ereignen sich in Deutschland mehrere Tausend Badeunfälle, rund 500 davon tödlich.

Mehr als die Hälfte der Kinder (noch) Nichtschwimmer

Für Schwimmer schwer vorstellbar: Nach Angaben der DLRG können 66 % der Kinder unter 12 Jahren und 23 % der Erwachsenen in Deutschland nicht schwimmen. Da kommunale Schwimmbäder zu Hunderten geschlossen werden oder teuren Spaßbädern ohne (ausreichenden) Schwimmerbereich weichen, haben nur noch 20 % der Grundschulen Zugang zu einem Schwimmbad.

Ob Kinder oder Erwachsene: Jeder kann Schwimmen lernen. Dabei geht es nicht um Stilvollendung, sondern darum, sich aus eigener Kraft problemlos über Wasser zu halten und fortzubewegen. Hierzu werden allerorts Schwimmkurse für jedes Alter angeboten.

Nur in geeigneten Bereichen baden

Wer noch Nichtschwimmer ist, darf sich nur in Nichtschwimmerbereichen aufhalten. Kinder unter 8 Jahren – oder solche, die noch nicht schwimmen können – müssen am Wasser immer beaufsichtigt werden. Kleinere Kinder können bereits ab einer Wassertiefe von 30 cm ertrinken!

Auch Schwimmer sollten nur in ausgewiesenen Badebereichen oder Strandbädern und nie allein baden. In nicht erschlossenen, unbewachten Gewässern steigt die Unfallgefahr um ein Vielfaches: Hindernisse, Verunreinigungen, Bootsverkehr und Strömungen können zur Falle werden: Ein sportlicher Schwimmer erreicht 3 km/h, Strömungen häufig das Doppelte.

Sanft abkühlen statt „Schocktherapie“

Wasser entzieht dem Körper rapide die Wärme, auch im Hochsommer. Daher sollten Sie sich nur so lange im Wasser aufhalten, wie Sie sich warm fühlen. Kühlen Sie sich vor dem Baden gründlich mit kaltem Wasser (duschen, bespritzen) ab: Zu rasches Eintauchen setzt Herz und Blutgefäße unter Stress.

DLRG-Baderegeln

  • Vor dem Baden abkühlen.
  • Bei Gewitter nie ins Wasser gehen.
  • Wasser bei Frösteln sofort verlassen.
  • Nicht dort baden, wo Schiffe und Boote fahren.
  • Nur zum Baden gehen, wenn man sich wohlfühlt.
  • Andere nicht untertauchen.
  • Nichtschwimmer: nur bis zum Bauch ins Wasser.
  • Luftmatratze, Autoschlauch oder Gummitiere bieten keine Sicherheit.
  • Wasser und seine Umgebung sauber halten, Abfälle in den Mülleimer.
  • Niemanden durch einen Sprung ins Wasser gefährden.
  • Kraft und Können nie überschätzen.
  • Nur ins Wasser springen, wenn es tief genug (persönlich im Wasser überzeugen) und frei ist und einen Blick auf den Grund erlaubt.
  • Nie aus Spaß um Hilfe rufen, aber anderen helfen, wenn sie Hilfe brauchen. Dabei sich nicht selbst in Gefahr bringen.
  • Nie mit ganz vollem oder ganz leerem Magen baden gehen.
Foto: Fotolia, BillionPhotos

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