Ärztlicher Bereitschaftsdienst bundesweit: 116117

Starke Schmerzen, hohes Fieber, ausgeprägte Schwellung: Diese und ähnliche Symptome erfordern gewöhnlich einen Besuch beim Arzt. Außerhalb der Praxisöffnungszeiten, z. B. nachts, am Wochenende oder Feiertag sind sie ein Fall für den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung – in einigen Bundesländern auch Ärztlicher Notdienst genannt. Dieser stellt dann die Weichen für das weitere Vorgehen. Patienten müssen sich dazu zukünftig nur noch eine Telefonnummer merken: die 116 117.

Bereits 2014 sind laut Kassenärztliche Bundesvereinigung rund fünf Millionen Anrufe bei der 116 117 eingegangen, die in vielen Bundesländern bereits aktiv war.

Die 116 117 funktioniert ohne Vorwahl und ist kostenlos, unabhängig davon, ob Patienten von zu Hause aus oder mit dem Mobiltelefon anrufen. Die Anrufer werden an den zuständigen Bereitschaftsdienst weitergeleitet – je nach Organisation des Dienstes direkt zu einem diensthabenden Arzt oder einer Bereitschaftsdienst-Leitstelle.

Wichtig: Während der ärztliche Bereitschaftsdienst für die medizinische Versorgung außerhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen zuständig ist, gilt für lebensbedrohliche Notfälle wie (Verdacht auf) Schlaganfall oder Herzinfarkt auch weiterhin die europaweite Notrufnummer für den Rettungsdienst: 112. Eine Praxisvertretung darf der Bereitschaftsdienst ebenfalls nicht übernehmen: Jeder Arzt muss während seiner Abwesenheit seine Vertretung selbst organisieren und bekanntgeben.

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Foto: Denys Rudyi

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