Kinderpflege-Krankengeld

Versicherte haben bisher Anspruch auf Krankengeld, wenn es nach ärztlichem Zeugnis erforderlich ist, dass sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und mitversicherten Kindes der Arbeit fernbleiben müssen. Voraussetzung ist ferner, dass eine andere in ihrem Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen oder pflegen kann und das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Für jedes Kind bestand bisher ein Anspruch von längstens 10 Arbeitstagen, für alleinerziehende Versicherte von 20 Arbeitstagen.

Aufgrund der Pandemie wurde per Gesetz der Anspruch für das Jahr 2021 erhöht. Danach besteht für jedes Kind je Elternteil für längstens 20 Arbeitstage (Alleinerziehende: 40 Arbeitstage) ein Anspruch auf Kinderkrankengeld, bei mehreren Kindern längstens für 45 Arbeitstage (Alleinerziehende: 90 Arbeitstage).

Außerdem besteht der Anspruch auf Kinderkrankengeld im Jahr 2021 auch dann, wenn die Kinderbetreuungseinrichtung (Kita), Schule oder Einrichtung für Menschen mit Behinderung zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionen oder übertragbaren Krankheiten auf Grund des Infektionsschutzgesetzes vorübergehend geschlossen ist oder für die Klasse oder Gruppe ein Betretungsverbot ausgesprochen wurde oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt ist bzw. der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wurde. Eine entsprechende Bescheinigung finden Sie anliegend.

Ist es aufgrund einer der vorgenannten Fälle erforderlich, der Arbeit fernzubleiben, um das Kind zu betreuen, zu beaufsichtigen oder zu pflegen, ist ein Antrag auszufüllen und bei der Krankenkasse des betreuenden Elternteils einzureichen (Antrag siehe Anlage). Den Versicherten ist es freigestellt, ob sie im Falle einer pandemiebedingten Betreuung ihres Kindes Kinderkrankengeld oder die Leistung nach § 56 Abs. 1a IfSG (Entschädigung für Verdienstausfall; Antragstellung erfolgt über den Arbeitgeber) in Anspruch nehmen wollen.

Erfolgt hingegen die Betreuung, Beaufsichtigung oder Pflege eines erkrankten Kindes, ist für den „Bezug von Krankengeld bei Erkrankung des Kindes“ der Krankenkasse eine ärztliche Bescheinigung (sogenanntes Muster 21) vorzulegen.