Information zu Früherkennung und Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs

Alle gesetzlich krankenversicherten Frauen ab 20 Jahre haben in Deutschland Anspruch auf eine kostenfreie Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung.

Seit Anfang 2020 informieren die gesetzlichen Krankenversicherungen Ihre Versicherten ab 20 Jahren regelmäßig schriftlich über die Möglichkeit, Untersuchungen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs in Anspruch zu nehmen. Eine umfassende Broschüre zum Thema ist beigefügt, Inhalte und Turnus der Anschreiben sind vom Gesetzgeber vorgegeben.

Regelmäßige Information

Alle gesetzlich versicherten Frauen werden mit 20, 25, 30, 35 ,40 ,45 ,50, 55, 60 und 65 Jahren von ihrer Krankenkasse angeschrieben und auf die Möglichkeit der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung hingewiesen. Die Versorgung erfolgt quartalsweise, das bedeutet es werden jedes Quartal jene Versicherten angeschrieben, die in den vorangegangenen drei Monaten 20, 25, 30, 35, 40, 45, 50, 55, 60 oder 65 Jahre alt geworden sind. Die Anschreiben erfolgen unabhängig davon, ob Sie bereits Früherkennungsuntersuchungen wahrgenommen haben oder aus anderen Gründen nicht teilnehmen können.

Informationen zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung

Wir möchten Sie über die Angebote zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung informieren und Ihnen dabei helfen, zu entscheiden, ob Sie die Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung wahrnehmen wollen.

Nähere Informationen zu den Untersuchungen und ihren Vor- und Nachteilen enthalten die untenstehenden Broschüren. Außerdem können Sie sich von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt beraten lassen.

Wenn Sie nicht an der Früherkennung teilnehmen möchten, entstehen Ihnen keinerlei Nachteile für Ihren Versicherungsschutz.

Bei Fragen zu den Untersuchungen sind die Experten unserer Gesundheitshotline gern für Sie da: Tel: 089/55987-679.

Sie möchten sich regelmäßig per Mail an alle Früherkennungsuntersuchungen erinnern lassen? Dann nutzen Sie doch einfach unseren Erinnerungsservice für Früherkennungsuntersuchungen „FamiliePlus“.

Information zum Widerspruchsrecht zu weiteren Einladungen

Wenn Sie keine (weiteren) Einladungen wünschen, teilen Sie uns das bitte per Post, per Telefon oder als geschützte Mail über die BKK RWE Service-App.

Regelmäßige Untersuchungen

Die Untersuchungen sollen vor allem Gewebeveränderungen finden, die Vorstufen von Krebs sein können. Die Entfernung von Vorstufen verhindert, dass Gebärmutterhalskrebs entstehen kann. Zudem soll Krebs entdeckt werden, bevor er Beschwerden verursacht.

Frauen zwischen 20 und 34 wird zur Früherkennung wie bislang der sogenannte Pap-Abstrich (zytologische Untersuchung) angeboten (inkl. einer klinischen gynäkologischen Untersuchung). Er kann einmal jährlich wahrgenommen werden. Dabei wird ein Abstrich vom Gebärmutterhals entnommen und auf veränderte Zellen untersucht. Je nach Ergebnis des Pap-Abstrichs können sich weitere Untersuchungen anschließen: eine weitere zytologische Untersuchung, ein Test über genitale Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV-Test) oder eine Kolposkopie (Spiegelung) des Gebärmutterhalses.

Frauen ab 35 können wie bislang eine Abstrich-Untersuchung des Gebärmutterhalses wahrnehmen (inkl. einer klinischen gynäkologischen Untersuchung). Neu ist: Der vielen Frauen schon bekannte Pap-Abstrich (zytologische Untersuchung) wurde um eine zweite Untersuchung ergänzt: den HPV-Test. Da diese Kombinationsuntersuchung ab einem Alter von 35 Jahren sicherer ist als ein Pap-Abstrich alleine, reicht es, sie alle drei Jahre durchzuführen. Je nach Ergebnis des Pap-Abstrichs können sich weitere Untersuchungen anschließen: eine weitere Kombinations-Testung oder eine Kolposkopie (Spiegelung) des Gebärmutterhalses.

Unabhängig vom oben beschriebenen Programm können Frauen wie bisher eine jährliche klinische gynäkologische Untersuchung in Anspruch nehmen, soweit diese nicht im Rahmen des o.g. Programms erfolgt ist.

Die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen können auch unabhängig von den Anschreiben der Krankenkassen und über das 65. Lebensjahr hinaus innerhalb der vorgegebenen Abstände in Anspruch genommen werden.

Informationsbroschüren zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung

Umfassende Informationen über Gebärmutterhalskrebs, die Früherkennungsmethoden bei Darmkrebs, deren Ablauf, Vor- und Nachteile sowie Risiken lesen Sie in den untenstehenden Broschüren. Außerdem finden Sie dort umfassende Informationen zu Datenverarbeitung und Widerspruchsrechten bei Teilnahme am Programm.