Gesundheitskarte/Versichertenkarte

Aktuelles

Die elektronische Gesundheitskarte der BKK RWE

Die seit 1995 von den Krankenkassen ausgegebenen Krankenversichertenkarten (KVK) haben zum 31. Dezember 2014 ihre Gültigkeit verloren - unabhängig von dem auf der Karte bescheinigten Ablaufdatum. Seit 1. Januar 2015 sind damit nur noch die neuen elektronischen Gesundheitskarten gültige Nachweise, die zur Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen berechtigen.

Zur Ausstellung der elektronischen Gesundheitskarte benötigen wir für Versicherte ab Vollendung des 15. Lebensjahres ein Lichtbild. Hier können Sie ihr Foto ganz einfach hochladen.

Warum Gesundheitskarte?

Was wird anders mit der elektronischen Gesundheitskarte eGK?

Die elektronische Gesundheitskarte eGK löst die bisherige Krankenversichertenkarte ab, die in ihren Möglichkeiten und Sicherheitsstandards sehr begrenzt war. Mit ihr werden die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass medizinische Daten in Zukunft auch auf elektronischem Weg sicher, schnell und einfach ausgetauscht und verarbeitet werden können.

Viel zu häufig gehen Unterlagen noch heute auf dem Postweg, per Mail oder per Fax verloren, kommen zu spät an oder geraten an den falschen Empfänger. So kann schon ein Zahlendreher in der Faxnummer dazu führen, dass der Arztbrief im Baumarkt landet. Um solche Probleme zu vermeiden, wurde ein einheitliches System eingeführt. Dieses System, das alle Beteiligten im Gesundheitswesen vernetzt, wird Telematikinfrastruktur genannt.

Versicherter, Arzt, Apotheker oder Krankenkasse: Alle künftigen Nutzer profitieren von den Vorteilen der Gesundheitskarte und der Telematikinfrastruktur.

Der Begriff „Telematik“ ist eine Kombination der Wörter „Telekommunikation“ und „Informatik“. Es handelt sich hierbei um die Vernetzung verschiedener IT-Systeme und daraus resultierend um die Möglichkeit, Informationen aus unterschiedlichen Quellen miteinander zu verknüpfen. Die Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen verbindet die IT-Systeme aus Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäusern und Krankenkassen miteinander und ermöglicht so einen systemübergreifenden Austausch von Informationen.

Sie ist ein geschlossenes Netzwerk aus vertrauenswürdigen Teilnehmern – Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten, Krankenhäusern, Apotheken – zu dem man nur mit Heilberufsausweis und Gesundheitskarte Zutritt bekommt.

Die Telematikinfrastruktur ist so konzipiert, dass sie bestehende Informationsgrenzen im Gesundheitswesen überwindet. Die ärztliche Schweigepflicht und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung bleiben jederzeit gewahrt.

Was ist neu?

Was verändert sich?

Das Foto auf der neuen Gesundheitskarte ist die größte sichtbare Veränderung zur bisherigen Karte. In Zukunft kann die neue Karte aber noch viel mehr.

Die neue elektronische Gesundheitskarte schafft mit ihrer Technologie die Voraussetzung für eine neue Qualität in der medizinischen Versorgung.

Im ersten Schritt werden wie bisher Verwaltungsdaten auf der Gesundheitskarte gespeichert (Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Anschrift, Versichertennummer, Versichertenstatus etc.) Auf der Rückseite befindet sich die europäische Versichertenkarte. Damit können z. B. Urlauber in Europa problemlos den Versicherungsnachweis erbringen und medizinische Leistungen beanspruchen. Das Foto auf der Karte unterstützt die Ärzte bei der Identifikation der Versicherten und erschwert damit den Missbrauch der Karte als Versicherungsnachweis. Dies passiert heute immer wieder und führt zu hohen Kosten, die letztlich von allen Versicherten getragen werden.

Die eigentliche Neuerung der Karte steckt im Prozessor-Chip

Im Gegensatz zum äußerlich sehr ähnlichen Speicherchip der jetzigen Versichertenkarte ist der Chip der elektronischen Gesundheitskarte praktisch ein Mini-Computer. Mit ihm wird die Grundlage für eine Fülle von nützlichen Anwendungen geschaffen.

Es ist z. B. geplant, dass die Karte den Zugriff ermöglicht auf Notfalldaten, Patientenverfügungen, Therapiemaßnahmen, Organspendeerklärungen, Arzneimitteldokumentationen, eine Impfdokumentation oder sogar auf die komplette elektronische Patientenakte, wenn ein Versicherter das wünscht.

All dies führt zu einer schnelleren und besseren Versorgung des Patienten. Im Notfall können die Informationen auf der Karte Folgeschäden verhindern oder sogar Leben retten. Wie gesagt – noch befinden sich diese weitergehenden Anwendungen in der Entwicklungsphase und Sicherheitsprüfung. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, werden die zusätzlichen Funktionen realisiert.

Ganz wichtig: Über jede einzelne Speicherung, Einsicht oder Anwendung entscheidet allein die Patientin oder der Patient. Ohne persönliche Einwilligung können keine Daten gespeichert werden, und ein Zugriff ist nicht möglich. Allein die Verwaltungsdaten müssen verpflichtend auf der Karte gespeichert sein.

Mehr Sicherheit

Wie sicher ist die elektronische Gesundheitskarte?

Um es gleich vorweg zu sagen: Ein höchstmöglicher Sicherheitsstandard war Voraussetzung für die Entwicklung der elektronischen Gesundheitskarte. Schon deshalb bewegt sie sich in einer ganz anderen „Sicherheitsdimension“, die mit der bisherigen Krankenversichertenkarte überhaupt nicht zu vergleichen ist:

  • Es werden in der Telematikinfrastruktur nur solche Anwendungen und Funktionen zur Verfügung stehen, die ihre Sicherheit im Rahmen einer Zulassung unter Beweis gestellt haben.
  • In Zukunft können persönliche medizinische Daten mit der elektronischen Gesundheitskarte sicher verschlüsselt werden. Das bedeutet, dass alle Daten auch vor Hackern oder anderen, nicht vom Patienten autorisierten Institutionen zuverlässig geschützt sind, egal wo sie sich gerade befinden.
  • Die elektronische Gesundheitskarte geht sogar noch einen Schritt weiter. Denn anders als bei der Datenerfassung etwa von Banken oder Fluggesellschaften, wo der einzelne Nutzer keinen oder nur einen begrenzten Einfluss auf die Nutzung der Daten hat, ist dies bei der elektronischen Gesundheitskarte komplett anders.
  • Der Versicherte allein bestimmt, welche Daten gespeichert oder genutzt werden.
  • Jeder einzelne Versicherte erhält seine persönliche, frei wählbare PIN (persönliche Identifikationsnummer).
  • Die letzten 50 Zugriffe werden auf der Karte protokolliert.
  • Zum Auslesen von medizinischen Daten braucht der Arzt immer die Zustimmung des Patienten, die dieser durch die Eingabe seiner PIN in das Kartenterminal erteilt. Der Arzt muss sich zusätzlich durch seine Chipkarte (sogenannter Heilberufsausweis) identifizieren. Nur für eine Notfallversorgung können Arzt oder Rettungssanitäter die hinterlegten Notfalldaten lesen.

Diese in Zukunft möglichen medizinischen Anwendungen sind fortschrittlich, sicher und zugelassen, sie ermöglichen dem Patienten mehr Behandlungssicherheit.

Dennoch: Der Patient bestimmt selbst…

  • ob er diese Anwendungen nutzen möchte
  • welche Daten in diesen Anwendungen gespeichert und verarbeitet werden.
  • wer wann in welchem Umfang Zugriff auf diese Daten haben soll.

Der Versicherte kann sich aber auch dafür entscheiden, die elektronische Gesundheitskarte ausschließlich als Versicherungsnachweis zu nutzen. Auch damit trägt er zur Kostenreduktion in der Verwaltung des Gesundheitswesens bei.

Wem nutzt die eGK?

Profitieren nur die Patienten von der neuen Gesundheitskarte?

Nein, nicht nur die Versicherten haben etwas von der neuen Karte. Für alle am Gesundheitswesen Beteiligten – Ärzte, Apotheken, Krankenkassen, Notfall- und Pflegedienste sowie Krankenhäuser – wird das Arbeiten einfacher, sicherer und wirtschaftlicher.

Der Verwaltungsaufwand für alle wird reduziert. Der Austausch von Papierdokumenten kann zumeist entfallen, da Unterlagen wie Laborberichte, Untersuchungsergebnisse oder Operationsergebnisse nicht mehr verschickt werden müssen. Der Austausch von Dokumenten unter Ärzten oder vom Arzt zum Apotheker wird erheblich beschleunigt.

In Zukunft…

  • werden Verwaltungsdaten, wie etwa der Adresswechsel, auf der Gesundheitskarte automatisch online aktualisiert. Ein Austausch der Karte ist nicht mehr notwendig. Die aktualisierten Adressdaten können von der Karte dann automatisch in die Systeme der Ärzte oder Krankenhäuser übernommen werden.
  • können z. B. die Behandlungen von unterschiedlichen Ärzten in eine gemeinsame Patientenakte einfließen.

Ihr Foto

Ihr Foto: Mehr Sicherheit für Ihre Karte

Zur Ausstellung der neuen elektronischen Gesundheitskarte benötigen die Krankenkassen von jedem Versicherten ein Foto, auf dem dieser zweifelsfrei erkennbar ist. Es weist Sie eindeutig und schnell als Karteninhaber aus und beugt bei Verlust der Karte einem Missbrauch durch unberechtigte Dritte vor.

Damit Sie sicher sein können, dass Ihr Foto für die neue Karte problemlos eingesetzt werden kann, sollte es - analog zu Passbildern - folgende Kriterien erfüllen:

  • Format: 35 x 45 mm (Hochformat, ohne Rand und abgerundete Ecken) Gesichtshöhe: 32 bis 36 mm (entspricht ca. 70 bis 80 % des Fotos) Gesicht zentral platziert
  • Farbe: schwarz-weiß oder farbig
  • Qualität: scharf, klar und kontrastreich, Fotoabzug frei von Knicken und Verunreinigungen
  • Hintergrund: neutral, einfarbig und mit deutlichem Kontrast zu Gesicht und Haaren
  • Ausleuchtung: gleichmäßig ohne Reflexionen, Schatten oder rote Augen
  • Kopfposition: frontal (nicht im Profil)
  • Gesichtsausdruck: neutral mit geschlossenem Mund und Blick in die Kamera
  • Augen: geöffnet und vollständig sichtbar, Blick gerade in die Kamera
  • Brillenträger: Gläserrand oder Gestell dürfen Augen nicht verdecken Augen müssen klar und deutlich erkennbar sein (keine Reflexionen auf den Gläsern, getönte Gläser oder Sonnenbrillen)
  • Kopfbedeckung: grundsätzlich nicht erlaubt Ausnahmen sind zulässig, z.B. aus religiösen Gründen, in diesem Fall: Gesicht muss von Kinn bis Stirn erkennbar sein, es dürfen keine Schatten auf dem Gesicht entstehen (eindeutige Identifizierung darf also durch Kopfbedeckung nicht beeinträchtigt sein)

Eine Gesundheitskarte ohne Foto erhalten lediglich Kinder bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres und Versicherte, denen die Erstellung des Fotos nicht möglich ist (z. B. gegebenenfalls Schwerpflegebedürftige).

Mit einer angemessenen Vorlaufzeit vor der Kartenausgabe werden wir die Lichtbilder unserer Versicherten anfordern. Sie erhalten in diesem Zuge detaillierte Informationen zu den von Ihnen benötigten administrativen Daten, zu dem erforderlichen Foto sowie zu Einreichungswegen und -terminen. Die elektronische Gesundheitskarte wird für jeden Versicherten kostenlos sein. Nur das Foto, das auf die Karte aufgebracht wird, muss der Versicherte bezahlen und an seine Krankenkasse schicken.

Gerne können Sie im Mneüpunkt Bildupload ein passendes Foto auch online hochladen.

Bildupload

Bestellung der Gesundheitskarte

Sie benötigen eine neue Versichertenkarte?

Wählen Sie, ob Sie Selbstversichert oder Mitversichert sind und benutzen Sie das Bestellformular.

Ich bin Selbstversichert und benötige eine neue Versichertenkarte











Auch für folgende Familienangehörige:









Ich bin Mitversichert und benötige eine neue Versichertenkarte










Name des Hauptversichterten: