Daten und Zahlen 2018

Zum 1. Januar 2018 werden sich wieder viele Rechengrößen in der Sozialversicherung ändern. Wir haben die wichtigsten Zahlen und Daten für Sie zusammengefasst.

JAHRESARBEITSENTGELT UND VERSICHERUNGSPFLICHT DER ARBEITNEHMER/INNEN

Arbeitnehmer/innen sind krankenversicherungsfrei, wenn ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet. Dieser Wert bezeichnet das Jahresbruttoeinkommen, bis zu dem Arbeitnehmer/innen in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind. Seit 2011 reicht das einmalige Überschreiten für eine Befreiung aus. In diesem Fall steht es Ihnen frei, ob Sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern. Natürlich können Sie bei Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze Ihre Mitgliedschaft bei der BKK RWE fortführen – als freiwilliges Mitglied. Wir informieren Sie gern. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze für das Jahr 2018 beträgt 59.400 Euro.

BEITRÄGE

In der Sozialversicherung gibt es für die einzelnen Versicherungszweige unterschiedliche Beitragsbemessungsgrenzen (BBG). Sie legen das Höchsteinkommen fest, das in die Berechnung der Beiträge einfließt. In der Regel tragen Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber diese Beiträge je zur Hälfte. Die BBG in der Kranken- und Pflegeversicherung gelten einheitlich für das gesamte Bundesgebiet. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung gibt es nach wie vor unterschiedliche Werte für „Ost“ und „West“.

Beiträge zur Krankenversicherung

Zum Jahreswechsel 2014/2015 wurde erstmals der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bundesweit vereinheitlicht und durch einen prozentualen Zusatzbeitrag ergänzt, den jede Kasse individuell erheben kann. Grundsätzlich tragen Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber die Krankenversicherungsbeiträge je zur Hälfte. Kassenindividuelle Zusatzbeiträge tragen die Mitglieder allein. Der allgemeine Beitragssatz beträgt 2018 14,6 Prozent, zum Zusatzbeitrag der BKK RWE lesen Sie hier.

Die Beitragsbemessungsgrenze beläuft sich im Jahr 2018 auf 4.425 Euro monatlich. 

Beiträge zur Pflegeversicherung

Auch hier gilt eine Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 4.425 Euro. Der Pflegebeitragssatz beläuft sich auf 2,55 Prozent, für kinderlose Mitglieder ab dem 23. Lebensjahr auf 2,8 Prozent. Bei den betroffenen Mitgliedern muss die beitragsabführende Stelle (meist: Arbeitgeber) Beiträge in Höhe von 1,275 Prozent (2,55 Prozent geteilt durch 2) beziehungsweise 1,525 Prozent (1,275 Prozent + 0,25 Prozent) vom Entgelt abziehen und der BKK RWE-Pflegekasse überweisen.

Mitglieder der Geburtsjahrgänge vor 1940 sind von der Zahlung des Beitragszuschlags generell ausgenommen. Das gilt grundsätzlich auch für Bezieher/innen von Arbeitslosengeld II sowie Wehr- und Bundesfreiwilligendienstleistende.

Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung

Hier sind die monatlichen Beitragsbemessungsgrenzen mit 6.500 Euro für Versicherte in Westdeutschland und mit 5.800 Euro in Ostdeutschland noch unterschiedlich. In der Rentenversicherung beträgt der bundeseinheitliche Beitragssatz 18,6 Prozent und in der Arbeitslosenversicherung 3,0 Prozent.

Beiträge zur Rentenversicherung für Pflegepersonen

Die Höhe der Beiträge zur Rentenversicherung für Pflegepersonen richtet sich nach dem Pflegegrad der gepflegten Person und dem tatsächlichen Pflegeaufwand.

Beiträge für freiwillig Versicherte

Bei der Ermittlung der monatlichen Beiträge für freiwillig Versicherte werden beitragspflichtige Einnahmen von mindestens 1.015 Euro angenommen. Für freiwillig versicherte Selbstständige beträgt die Mindestbemessungsgrundlage 2.283,75 Euro, bei Anspruch auf einen Gründungs- oder Existenzgründerzuschuss 1.522,50 Euro.

Beiträge aus Pensionen, Betriebsrenten oder ähnlichen Bezügen

Versicherungspflichtige, die neben ihrem Arbeitsentgelt oder der gesetzlichen Rente noch Versorgungsbezüge (zum Beispiel Pensionen, Betriebsrenten oder ähnliche Bezüge) erhalten, müssen auch aus diesen Bezügen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Dies gilt unabhängig davon, ob diese Versorgungsbezüge als einmalige Kapitalabfindung oder als monatliche Rente gezahlt werden oder ob sie aus dem Ausland stammen. Die Untergrenze zur Beitragspflicht von Versorgungsbezügen beträgt 152,25 Euro. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aus Versorgungsbezügen sind in voller Höhe vom Mitglied allein zu tragen.

Versicherungszweig BBG West BBG Ost
  jährlich monatlich jährlich monatlich
Krankenversicherung (allgemein: 14,6 %, ermäßigt: 14,0 %) 53.100 € 4.425 € 53.100 € 4.425 €
Pflegeversicherung (2,55 %/2,8 %) 53.100 € 4.425 € 53.100 € 4.425 €
Rentenversicherung (18,6 %) 78.000 € 6.500 € 69.600 € 5.800 €
Arbeitslosenversicherung (3,0 %) 78.000 € 6.500 € 69.600 € 5.800 €

Studentische Krankenversicherung

Diese Beiträge betragen ab 01.01.2018 monatlich 74,77 Euro zuzüglich 16,55 Euro zur Pflegeversicherung beziehungsweise 18,17 Euro für Kinderlose ab dem 23. Lebensjahr.

FAMILIENVERSICHERUNG

Die Gesamteinkommensgrenze für familienversicherte Angehörige liegt 2018 bei 435 Euro monatlich. Übt der/die Angehörige eine geringfügig entlohnte Beschäftigung („Minijob“) aus, beträgt die Einkommensgrenze 450 Euro monatlich.

KRANKENGELD

Als BKK RWE-Versicherte/r haben Sie grundsätzlich Anspruch auf Krankengeld, wenn die Krankheit Sie arbeitsunfähig macht oder Sie stationär behandelt werden und die BKK RWE hierfür die Kosten trägt. Bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit entsteht der Anspruch auf Krankengeld ab dem Tag der ärztlichen Feststellung. Dies gilt für jede einzelne Arbeitsunfähigkeitszeit, also auch bei erneuter Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit. Der Anspruch auf Krankengeld ruht, solange die Arbeitsunfähigkeit der Krankenkasse nicht gemeldet wird; dies gilt nicht, wenn die Meldung innerhalb einer Woche nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit erfolgt.

Der Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts bei Arbeitsunfähigkeit richtet sich nach arbeitsrechtlichen Vorschriften. So hat nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz ein/e Arbeitnehmer/in bei Arbeitsunfähigkeit infolge unverschuldeter Krankheit gegen seinen/ihren Arbeitgeber Anspruch auf Arbeitsentgelt bis zu sechs Wochen.

Berechnungsgrundlage für die Höhe des Ihnen zustehenden Krankengeldes ist Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt. Das Krankengeld beträgt 70 Prozent Ihres Bruttoarbeitsentgelts (das sogenannte Regelentgelt), höchstens aber 90 Prozent Ihres Nettoarbeitsentgelts. Darüber hinaus ist ein Höchstbetrag für das Regelentgelt zu beachten. Ab dem 01.01.2018 beträgt dieser 147,50 Euro täglich. Das Bruttohöchstkrankengeld steigt kalendertäglich auf 103,25 Euro (monatlich 3.097,50 Euro). Hiervon sind in der Regel jeweils Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung zu entrichten.

BKK RWE-Versicherte erhalten – sofern sie keinen Anspruch auf bezahlte Freistellung durch den Arbeitgeber haben (zum Beispiel aus dem Tarifvertrag) – ferner Krankengeld, wenn es erforderlich ist, dass sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und gesetzlich krankenversicherten Kindes bis zum vollendeten 12. Lebensjahr oder eines behinderten und auf Hilfe angewiesenen Kindes der Arbeit fernbleiben.

Stand bei Redaktionsschluss: 16.11.2017, Angaben ohne Gewähr.