Corona-Virus: Die wichtigsten Antworten

In den Zeiten der Corona-Panepidemie ist einiges anders als gewohnt. Wir informieren über die wichtigsten Änderungen. Wir bemühen uns um Aktualität, zurzeit ist aber vieles im Wandel – wir bitten um Verständnis, dass nicht jede Änderung sofort online sein kann.

Die Regelungen Ihres Leistungserbringers vor Ort (Arzt, Apotheke, Sanitätshaus etc.) können evtl. abweichen – bitte informieren Sie sich ggf. dort.

Einige unserer Leistungen und Angebote werden zurzeit nicht oder nur eingeschränkt durchgeführt. Inwiefern dies der Fall ist, lesen Sie in den FAQs oder auf den entsprechenden Seiten unserer Homepage:

Sind die Geschäftsstellen der BKK RWE geöffnet?

Unsere Geschäftsstellen sind wieder geöffnet. Hier lesen Sie mehr darüber.

Helfen Medikamente gegen das Virus?

Gegen die Viren helfen keine Arzneimittel, auch keine Antibiotika (diese wirken gegen Bakterien). Daher raten Experten davon ab, vorsorglich oder im Fall einer Infektion Medikamente zu besorgen. Auch Hausmittel richten gegen die Erreger nichts aus und können lediglich den Verlauf etwas abmildern. Die auch gegen die jährliche Grippe wirksamen Vorsorgemaßnahmen verringern jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Infektion, siehe Was kann ich tun, um mich nicht anzustecken?

Was kann ich tun, um mich nicht anzustecken?

Händewaschen (20 bis 30 Sekunden gründlich einseifen) reduziert die Keimzahl etwa um den Faktor Tausend. Daher empfiehlt es sich immer nach dem Händeschütteln, Kontakt mit Kranken, Schnäuzen und Nach-Hause-Kommen. Neben den Händen anderer Menschen sind besonders häufig Kunststoffoberflächen wie Einkaufswagen, Drucktasten oder Tankstutzen mit hohen Keimzahlen belastet. Bis zur nächsten Waschmöglichkeit sollte man Gesicht oder Lebensmittel nicht berühren. Aber auch vor manchen Tätigkeiten ist Händewaschen angesagt, insbesondere vor dem

  • Essen
  • Zubereiten von Essen
  • Behandeln von Wunden
  • Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika
  • Berühren anderer Menschen
  • Eincremen oder Schminken des Gesichts

Wenn Sie Atemwegssymptome haben, bleiben Sie zuhause. Halten Sie Abstand (1-2 Meter) von anderen Menschen. Halten Sie Ihre Hände vom Gesicht fern (Schleimhäute in Mund und Nase sowie Augen.) Niesen und Husten sollte man abgewandt von anderen Menschen in den Ellenbogen. Händeschütteln und Begegnungen mit vielen Menschen auf Veranstaltungen oder in geschlossenen Räumen sind während einer Infektionswelle zu meiden. Eine Grippeimpfung schützt jedoch nicht vor dem Coronavirus. Auch vom Tragen von Schutzmasken raten Experten ab: Nur medizinische Masken, die etwa alle 20 Minuten gewechselt werden, würden vor den Keimen schützen – dann aber die Atmung behindern und in großem Ausmaß die Materialvorräte verknappen.

Bezahlt die BKK RWE den Test auf den Corona-Virus?

Selbstverständlich wird bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Versorgung bei einem begründeten Verdacht auf eine Coronavirus-Erkrankung sichergestellt. Das schließt natürlich auch die medizinisch notwendige Diagnostik mit ein. Der Test wird immer dann bezahlt, wenn die vom Robert Koch-Institut (RKI) formulierten Kriterien vorliegen, der Test auf Veranlassung eines Gesundheitsamtes vorgenommen oder anlässlich der Empfehlung durch die Corona-Warn-App (RKI) von einem Arzt veranlasst wird. Der GKV-Leistungskatalog passt sich bei der Laboruntersuchung auf das Coronavirus damit automatisch und laufend an die Veränderungen der vom RKI vorgenommenen Kriterien aufgrund der aktuellen Risikobewertung an.

Wo bekomme ich seriöse Informationen zum Corona-Virus?

Das Auswärtige Amt stellt Informationen für Beschäftigte und Reisende bereit.

Das Robert Koch-Institut beantwortet häufig gestellte Fragen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert auf ihrer Website infektionsschutz.de umfassend über Virus, Verhaltens- und Hygieneregeln und beantwortet wichtige Fragen zum neuartigen Coronavirus.

Eine Liste mit weiteren Informations-Hotlines finden Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Fragen zu Infektionsrisiken beantworten auch die Experten der BKK RWE-Gesundheitshotline unter: 089/55987-679.

Das Patientenportal von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung KBV informiert auf www.patienten-information.de.

Was mache ich, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?

Menschen, die einen persönlichen Kontakt zu einem Menschen hatten, bei dem das Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden, einen Arzt kontaktieren oder die 116 117 anrufen - und zu Hause bleiben. Die Rufnummer des zuständigen Gesundheitsamts können Sie über die Suche des Robert Koch-Instituts ermitteln.

Personen, die sich in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben oder in Regionen, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, sollten - unabhängig von Symptomen - unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Wichtig sind das Einhalten der Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene.
Beim Auftreten von Symptomen sollte, nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise, ein Arzt aufgesucht werden. Wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117. Eine weitere Anlaufstelle ist das örtliche Gesundheitsamt. Die Rufnummer des zuständigen Gesundheitsamts können Sie über die Suche des Robert Koch-Instituts ermitteln.

Ich bin schwanger – worauf soll ich achten?

Speziell für Schwangere hat das Royal College of Obstetricians and Gynaecologists © 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. ein Merkblatt für Schwangere herausgegeben.

Mehr zum Thema Schwangerschaft lesen Sie auch unter der Frage: Ich bin schwanger. Ist die Beratung durch meine Hebamme oder der Geburtsvorbereitungskurs jetzt auch telefonisch bzw. per Videotelefonie möglich?/Gibt es Online-Kurse?

Ich habe einen Termin für eine Kur / eine Rehabilitationsmaßnahme / eine Aktivwoche o. Ä. – findet diese statt?

Aktueller Stand Vorsorge – Rehabilitation – Prävention (Stand 25.06.2020)

Auch wenn die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona Pandemie nach und nach gelockert werden, ist eine Maßnahmendurchführung in den verschiedenen Leistungsbereichen nur unter strengen Hygieneschutzmaßnahmen möglich. Heute möchten wir Sie über den aktuellen Sachstand informieren.

Mutter/Vater & Kind Kuren

• Änderung der Betriebskonzepte

In Bayern wurde die Zwangsschließung noch bis zum 31.7.2020 verlängert. Positiv ist, dass in vielen anderen Bundesländern Mutter-Kind Kliniken ab Juni wieder Patienten aufnehmen dürfen. In Zeiten der Corona Pandemie müssen Patienten jedoch Einschränkungen verkraften. Für den Betrieb haben die Kliniken spezielle Hygieneschutzmaßnahmen mit den Gesundheitsbehörden abzustimmen. Dies hat z.T. erhebliche Änderungen der Betriebskonzepte zur Folge.

So werden die Kliniken in 2020 nur mit einer verringerten Patientenzahl die Versorgung wiederaufnehmen. Dies hat zur Folge, dass einem weiteren Teil von Patienten eine Stornierung ihrer schon reservierten Kurmaßnahme bevorsteht. Ebenso werden die Kuren zukünftig in vielen Kliniken in geschlossenen Gruppen absolviert (keine wöchentliche Anreise). Auch dies bedeutet, dass bereits reservierte Kurtermine verschoben oder umgebucht werden müssen. Für die Kliniken aber auch für uns ist dies eine große logistische Herausforderung. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Da die Infektionsschutzmaßnahmen mit Kleinstkindern nicht umsetzbar sind, können in den meisten Kliniken in 2020 keine Familien mit Kindern unter 3 Jahren aufgenommen werden (in Kliniken der ArGe Mutter-Kind erst ab 6 Jahren). Auch die hiervon betroffenen Patienten werden von den Kliniken über die Absage informiert, anschließend werden wir versuchen, Alternativtermine – evtl. auch schon für 2021 – zu vergeben.

Für die meisten Kliniken gilt, dass für die anreisenden Patienten ein negativer Corona-Test vorzulegen ist (leider darf die BKK RWE in einem solchen Fall die Kosten für den Test nicht übernehmen). Zusätzlich wird gebeten, wenn möglich nur mit dem eigenen Pkw anzureisen, um eine Ansteckung bei der Bahnfahrt zu vermeiden. Auch der Empfang von Besuch ist in den meisten Kliniken untersagt.

In Zeiten der Corona Pandemie sind leider viele Einschränkungen unumgänglich. Andererseits erkennen wir in unseren Beratungsgesprächen, wie extrem hoch gerade nach der wochenlangen Quarantänezeit der Bedarf an psychischer Regeneration und Entlastung ist. Die Kliniken werden sich deshalb bemühen, unter schwierigen Bedingungen eine bestmögliche Versorgung der großen und kleinen Patienten zu ermöglichen.

Rehabilitation / Anschlussheilbehandlung AHB

• Aufnahme Regelbetrieb Rehabilitationseinrichtungen

Immer mehr Reha-Kliniken geben bekannt, dass sie sukzessiv zum Regelbetrieb sowohl für AHB-Patienten als auch für Allgemeine Heilverfahren zurückkehren aber weiterhin bis zu 30% der Bettenkapazitäten für evtl. Coronapatienten freihalten müssen. Vor diesem Hintergrund können wir wöchentlich steigernd immer mehr Vertragskliniken belegen und bearbeiten. Berücksichtigen Sie aber bitte, dass es durch den wochenlangen Belegungsstopp in den Kliniken zu einem Bearbeitungsrückstau z.B. bei den medizinischen Prüfungen gekommen ist. Zudem werden kurzfristige Termine (z.B. für AHB-Fälle) vorrangig vergeben, daher erfordert die Bearbeitung von Allgemeinen Heilverfahren ein wenig Geduld – wir bitten um Ihr Verständnis.

Fit & Vital

Ambulante Vorsorgekuren sind in einigen Orten ab sofort wieder möglich. Die Kliniken setzen sich mit den Versicherten bzgl. einer möglichen Anreise und den notwendigen Schutzmaßnahmen in Verbindung.

AKTIVWOCHE / WELL-AKTIV

Re-Start AKTIVWOCHE/WELL-AKTIV

Gute Nachricht für alle Aktivwochen-Fans: In einigen Aktivwochen-Orten dürfen ab Ende Mai/ Anfang Juni unter Einhaltung der mit den örtlichen Behörden abgestimmten Hygiene- und Abstandsregeln wieder Präventions-Angebote in Gruppen durchgeführt werden. Alle Teilnehmer werden vorab von unseren durchführenden AKTIVWOCHEN-Partnern über die notwendigen Regelungen informiert.

Aktivkuren in Europa

Für Maßnahmen in Europa gilt bis zum 14.06.2020 eine Reisewarnung der Bundesregierung. Dies bedeutet, dass auch bei Grenzöffnung in den nächsten Tagen von einer Anreise ins europäische Ausland abzuraten ist. Die weitere Maßnahmendurchführung wird stark von dem jeweiligen Infektionsgeschehen im Ausland abhängen. Sobald hierzu verlässliche Grundlagen vorliegen, werden sich die Vertragskliniken mit den Versicherten in Verbindung setzen.
Für alle o.g. Corona-Auflagen und -Maßnahmen gilt, dass dies ein dynamischer Prozess ist, der sich evtl. wöchentlich ändern kann. Wir werden Sie aber schnellstmöglich über neue Regelungen unterrichten.

Rehabilitation über die Deutsche Rentenversicherung

Wenn eine Rehabilitationsmaßnahme über die Deutsche Rentenversicherung genehmigt wurde, informieren Sie sich bitte auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung.

Ich habe von meinem Arzt Heilmittel (z. B. Massagen, Physiotherapie, Sprechtherapie) verordnet bekommen. Muss ich die Termine jetzt wahrnehmen, damit die Verordnung nicht verfällt?

Zu den Heilmitteln gehören bspw. Massagen, Bäder oder Physiotherapie, Sprachtherapie, Ergotherapie und Sprachtherapie.

Normalerweise gelten Fristen für die Zeit zwischen Verschreibung und Beginn der Behandlung sowie sogenannte Unterbrechungsfristen, außerdem Fristen, innerhalb derer die Behandlungen abgeschlossen sein müssen.

Bis vorerst 30.06.2020 gelten vereinfachte Regelungen, um die Erbringung der Therapie flexibler zu gestalten und unnötige Arztkontakte zu vermeiden:

Therapeut und Patient können später mit der Behandlung beginnen und längere Unterbrechungsfristen vereinbaren, ohne dass eine neue Verordnung aufgestellt werden muss.

Zudem können die Heilmittelerbringer einige notwendige Änderungen bzw. Ergänzungen auf der Verordnung selbst vornehmen.

Die Behandlung kann in einigen Bereichen auch telemedizinisch (Video-Telefonie) vorgenommen werden, sofern dies aus therapeutischer Sicht sinnvoll ist.

Mehr Informationen in diesem Merkblatt

Bauen die Ärzte ihre Videosprechstunden jetzt aus?/Kann ich ein Rezept oder eine Überweisung per Videosprechstunde erhalten?

Ärzte und Psychotherapeuten können ihren Patienten jetzt öfter eine Videosprechstunde anbieten. Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus haben KBV und GKV-Spitzenverband die Begrenzungsregelungen aufgehoben. Damit sind Fallzahl und Leistungsmenge nicht limitiert – sprechen Sie Ihren Arzt auf Die Möglichkeit der Videosprechstunde an. Mehr lesen Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Innerhalb der Videosprechstunden bzw. telefonischen Sprechstunden ist die Ausstellung und der Versand von Verordnungen (Rezepten) und Überweisungen möglich:

  • befristet bis zum 30. Juni 2020 bei
  • medizinischer Notwendigkeit und Vertretbarkeit (dies obliegt der Entscheidung des Arztes)
  • für einen der Arztpraxis bekannten Patienten (Als der Arztpraxis bekannter Patient gilt derjenige, der im laufenden Quartal oder im Vorquartal in der Arztpraxis persönlich vorstellig war.)

für

  • Folge-Verordnungen von Arznei- und Verbandmitteln
  • Folgeverordnungen für Hilfsmittel (mit Ausnahme von Sehhilfen und Hörhilfen)
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung
  • Überweisungen und
  • Folgeverordnungen für Häusliche Krankenpflege, Sprachtherapie, Physikalische Therapie, Podologie, Ergotherapie und Ernährungstherapie

Schmerztherapeutische Gespräche können ab 1. April ebenfalls auch per Video erfolgen. Diese Möglichkeit besteht nicht nur während der Coronavirus-Pandemie, sondern dauerhaft.

Soll ich mich gegen Lungenentzündung impfen lassen?

Eine Pneumokokken-Impfung verhindert keine COVID-19-Erkrankung. Allerdings lohnt sich ein Pneumokokkenschutz dennoch, um zusätzliche Komplikationen bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 vorzubeugen. Aufgrund von Lieferengpässen des Impfstoffs werden zurzeit in erster Linie nur gefährdete Personengruppen geimpft:

  • Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren
  • Personen mit Immundefizienz
  • Senioren ab 70 Jahren
  • Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma oder COPD)
Ich bin in Quarantäne. Kann ich vom Arzt eine AU-Bescheinigung verlangen?

Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Virus wird Betroffenen häufig empfohlen, zu Hause zu bleiben. Die Gesundheitsämter ordnen mitunter eine Quarantäne von mindestens 14 Tagen an. Auch Arbeitgeber schicken zunehmend Mitarbeiter nach Hause, die unmittelbaren oder mittelbaren Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

Grundsätzlich gilt hierbei:

  • Ist der Patient krank, weil er zum Beispiel stark hustet oder Fieber hat, kann der Arzt eine AU-Bescheinigung ausstellen.
  • Zeigt der Patient hingegen keine Symptome, kann der Arzt keine AU-Bescheinigung ausstellen. Das gilt auch, wenn der Patient positiv getestet wurde.

Mehr Informationen im Infoblatt der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Quelle: https://www.kbv.de/html/1150_44889.php

Ich bin erkältet (mit oder ohne Verdacht auf Corona) – kann ich mich telefonisch krankschreiben lassen? / Mein Kind ist erkältet (mit oder ohne Verdacht auf Corona) – kann ich telefonisch eine Bescheinigung für den Erhalt von Kinderkrankengeld bekommen?

Noch bis 31. Mai können Ärzte Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege per Telefon krankschreiben. Danach endet die Ausnahmeregelung und Patienten müssen sich ab 1. Juni wieder persönlich in der Praxis vorstellen.

Vertragsärzte dürfen Patienten bis zu 7 Kalendertage am Telefon krankschreiben. Voraussetzung ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. Fällen ist die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung) auch möglich, wenn In solchen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Die telefonische AU-Bescheinigung kann bei fortdauernder Erkrankung telefonisch einmal verlängert werden. Alle Regelungen gelten auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes.

Auf einen Blick

Bis zu 7 Tage:  Eine AU kann nach telefonischer Anamnese für bis zu 7 Kalendertage ausgestellt und einmal verlängert werden.

Dies gilt nur für:

  • Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die eine leichte Symptomatik zeigen
  • Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die eine leichte Symptomatik zeigen, und bei denen außerdem ein Verdacht besteht, dass sie mit dem Virus infiziert sein könnten.

Liegt ein begründetet Verdacht auf eine Infektion mit dem Virus vor, informiert der Arzt den Patienten darüber, wo er sich testen lassen kann. In einigen KV-Bereichen benötigen Patienten für die Untersuchung eine Überweisung. In diesen Fällen schickt der Arzt die Überweisung zusammen mit der AU-Bescheinigung an den Patienten. Da es ein begründeter Verdacht ist, meldet der Arzt den Fall dem Gesundheitsamt. Den Patienten verpflichtet er, Verhaltensregeln einzuhalten und unverzüglich einen Arzt zu kontaktieren, falls sich sein Gesundheitszustand verschlechtert.

Quelle: https://www.kbv.de/html/coronavirus.php

Ich bin Teilnehmer an einem DMP-Programm (Disease-Management-Programm). Werde ich aus dem Programm gestrichen, wenn ich meine regelmäßigen Termine jetzt nicht einhalten kann?

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es eine Sonderregelung: Fehlende Dokumentationen aus dem 1. bis 4. Quartal 2020 führen nicht zu einer Ausschreibung aus dem DMP-Programm. Die Erinnerungsschreiben für ausstehende Arztbesuche werden ausgesetzt. Patientenschulungen im Rahmen der DMP-Programme werden grundsätzlich bis Jahresende ausgesetzt.
Patientenschulungen dürfen aber von den schulungsberechtigten Arztpraxen per Videosprechstunde abgehalten werden. Bitte erkundigen Sie sich, ob Ihre Arztpraxis ein solches Angebot vorhält.

Ich brauche alternative Arzneimittel, deren Kosten die BKK RWE erstattet, möchte aber zurzeit nicht zum Arzt, um mir ein Rezept ausstellen zu lassen. Was tun?

Wir unterstützen Sie dabei, wie Sie gesund werden wollen – alternative Arzneimittel sind inzwischen für viele die Mittel der Wahl, bei leichteren Erkrankungen oder als nebenwirkungsarme Alternative zu klassischen Medikamenten.

Die Kosten für verschreibungsfreie, apothekenpflichtige Arzneimittel der Homöopathie, Phytotherapie oder Anthroposophie, die von einem Arzt verschrieben wurden, erstatten wir pro Versicherten bis zu einer Höhe von 100 Euro im Jahr.

Sollten Sie zurzeit den Weg zum Arzt scheuen, können Sie die ärztlichen Originalverordnungen zusammen mit den Originalquittungen der Apotheke gern bis Jahresende nachreichen.

Lesen Sie mehr zur Erstattung alternativer Arzneimittel.

Schule und Kindergarten sind geschlossen, ich muss mich zuhause um meine Kinder kümmern. / Ich bin krank und kann meinen Haushalt nicht führen. Habe ich Anspruch auf eine Haushaltshilfe?

Sie sind als "haushaltsführende Person" krank und kein anderer kann den Haushalt führen? Kein Problem: Wenn eine entsprechende ärztliche Bescheinigung vorliegt, übernehmen wir als Extraleistung die Kosten für eine Haushaltshilfe – auch dann, wenn kein Kind zu betreuen ist.

Voraussetzungen:

  • Sie legen uns eine ärztliche Bescheinigung vor, dass aufgrund einer akuten Erkrankung die Weiterführung des Haushalts aus medizinischen Gründen nicht möglich ist.
  • Eine andere im Haushalt lebende Person kann den Haushalt nicht weiterführen.

Sie zahlen als Eigenanteil lediglich 10 % der Kosten, mindestens 5,- Euro, maximal 10,- Euro je Kalendertag, an dem Sie die Leistung in Anspruch nehmen.

Bei Schließung der Kindertagesstätte oder der Schule besteht kein Anspruch auf Haushaltshilfe, wenn die obenstehenden Voraussetzungen nicht erfüllt sind. In diesem Fall sollten Sie bitte mit Ihrem Arbeitgeber klären, ob eine bezahlte oder unbezahlte Freistellung bzw. Arbeiten im Homeoffice möglich ist.

Ich brauche ein Hilfsmittel (z.B. Gehhilfe, Inkontinenzartikel, Bandagen), möchte aber zurzeit nicht persönlich ins Sanitätshaus oder die Apotheke. Welche Möglichkeiten gibt es?

Kontaktreduzierung bei der Versorgung

Angesichts der erforderlichen Kontaktreduzierung sollen persönliche Kontakte zwischen Versicherten und Leistungserbringern (Sanitätshaus, Apotheke o.ä.) vermieden werden. Hilfsmittel können daher vorrangig per Versand an die Versicherten abgegeben werden, sofern ein persönlicher Kontakt zum Beispiel zur Anpassung des Hilfsmittels nicht zwingend erforderlich ist.

Beratungen oder Hinweise zur Einweisung in den Gebrauch der Hilfsmittel können telefonisch, per E-Mail, per Verweis auf Videoeinweisungen oder durch digitale Medien erfolgen, soweit dies aufgrund der Art des Hilfsmittels vertretbar ist (z. B. müssen lebenserhaltende Systeme vor Ort erläutert und eingestellt werden).

Administrative Prozesse

Auf die Erbringung von Unterschriften durch die Versicherten (Empfangsbestätigung, Beratungsdokumentation, Lieferschein etc.) kann bei Versorgungen ohne oder mit persönlichem Kontakt ebenfalls verzichtet werden.

Der Leistungserbringer (Sanitätshaus, Apotheke o.ä.) oder die zustellende Person unterzeichnet die Dokumente an den Stellen, wo im Normalfall die Unterschrift der Versicherten vorgesehen ist und macht deutlich, dass die Unterzeichnung durch ihn aufgrund der Corona-Pandemie notwendig war.

Ärztliche Verordnung

Nicht aufschiebbare (Erst-)Versorgungen können im Ermessen des Leistungserbringers (Sanitätshaus, Apotheke o.ä.) auch ohne Vorliegen einer vertragsärztlichen Verordnung begonnen werden. Für die Abrechnung bliebt die Vorlage der Verordnung unverzichtbar. Auf eine Folgeverordnung wird bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln wie Inkontinenzhilfen oder Stomaartikel verzichtet, sofern die Erstversorgung bereits von der Krankenkasse genehmigt oder Genehmigungsfreiheit vertraglich vereinbart wurde. Die normalerweise festgelegte Frist von 28 Kalendertagen, innerhalb derer die Hilfsmittelversorgung nach Ausstellung der Verordnung aufgenommen werden muss, wird ausgesetzt.

Ich mache zurzeit eine Psychotherapie. Gibt es die Möglichkeit, diese als Videosprechstunde durchzuführen?

Aufgrund der Coronie-Epidemie wurde die Psychotherapie-Vereinbarung angepasst, bitte besprechen Sie die individuellen Ausgestaltungsmöglichkeiten mit Ihrem Therapeuten.

Die Durchführung von Psychotherapeutischen Sprechstunden und probatorischen Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) werden zunächst bis zum 30. Juni 2020 auch im Rahmen der Videosprechstunde ermöglicht.

Bislang war dies nur bei bestimmten Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie möglich und nur, wenn vorher ein persönlicher Kontakt zwischen Patient und Psychotherapeut stattgefunden hat.

Video-Lösung nur für Einzelfälle

Grundsätzlich erfordert die Psychotherapeutische Sprechstunde weiterhin die Anwesenheit der Patienten: Insbesondere für Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung ist der unmittelbare persönliche Kontakt im Regelfall notwendig. Gegebenenfalls muss die Sprechstunde auf ein Mindestmaß reduziert werden, um Infektionsrisiken zu minimieren.

Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie kann es im Einzelfall sinnvoll sein, Patienten den Weg in die Praxis nicht zuzumuten, wenn dadurch andere Gefahren vermieden werden können. Hierfür wurde die Psychotherapie-Vereinbarung jetzt entsprechend für einen begrenzten Zeitraum angepasst.

Dies erlaubt es, diagnostische Einschätzungen und eine Einleitung von Psychotherapie auch per Video vorzunehmen. Eine Psychotherapie kann somit auch ohne persönlichen Kontakt zwischen Patient und Therapeut beginnen. Dies sollte besonderen Einzelfällen vorbehalten bleiben.

Umwandlung von Gruppentherapie

Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können übergangsweise in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden, ohne dass hierfür eine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung erfolgen muss. Auch diese Regelung gilt bis 30. Juni.

Für je eine Therapieeinheit genehmigte Gruppentherapie (entspricht einer Sitzung mit 100 Minuten) kann bei Bedarf maximal je Patient der Gruppe eine Einzeltherapie (entspricht einer Sitzung mit 50 Minuten) durchgeführt werden.

Durch die Umwandlung von Gruppen- in Einzelsitzungen können im unmittelbaren persönlichen Kontakt Infektionsrisiken minimiert werden, wenn dies erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil: Einzelsitzungen können auch in einer Videosprechstunde durchgeführt werden.

Ich bin chronisch krank. Bekomme ich meine Verschreibungen nach wie vor in großen Packungsgrößen?

Um eine »kontinuierliche, ausreichende und wirtschaftliche Versorgung von Patienten, die zwingend auf Arzneimittel angewiesen sind, sicherzustellen«, bittet das BMG die Ärzte, folgendes zu berücksichtigen: So soll insbesondere bei chronisch kranken Patienten die Verordnung von Arzneimitteln wie gewohnt mit großen Packungsgrößen (N3 Packungen) erfolgen, um Arztbesuche zu reduzieren und Ärzte zu entlasten. Auf eine zusätzliche Ausstellung von Privatrezepten sollte, soweit sie aus ärztlicher Sicht nicht erforderlich sind, verzichtet werden. Damit stehen dringend benötigte Arzneimittel allen Patienten zur Verfügung.

Ich bin schwanger. Ist die Beratung durch meine Hebamme oder der Geburtsvorbereitungskurs jetzt auch telefonisch bzw. per Videotelefonie möglich?/Gibt es Online-Kurse?

Um Hebammen und werdende Mütter zu schützen, können viele Leistungen der Hebammen vorübergehend auch per Kommunikationsmedien (Telefon, Videotelefonie) erbracht werden, z.B. bestimmte Vorgespräche in der Schwangerschaft, Betreuungen in der Schwangerschaft, im Wochenbett und in der Stillphase über den bisherigen Umfang hinaus, aber auch Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse. Für letztere sind bestimmte technische Voraussetzungen notwendig. Mehr darüber in der befristeten Vereinbarung zu Corona.

Besondere Angebote durch unsere digitale Hebammenberatung kinderheldin.de

Aufgrund der aktuellen Lage hat unser Kooperationspartner kinderheldin.de unter anderem Online-Live-Kurse in kleinen Gruppen zu den Themen Geburtsvorbereitung und Rückbildung auf die Beine gestellt um Eltern zu helfen, deren Kurse gerade ausfallen. Hier ist es wichtig, so schnell wie möglich eine Lösung anzubieten, damit diese optimal auf die Geburt vorbereitet werden bzw. eine gute Nachsorge ermöglicht wird.

Es wurden Klassen eingerichtet für komplette Live-Online-Kurse.

Dadurch werden auch freiberufliche Hebammen dabei unterstützt, Online-Kurse zu geben. Wir helfen Hebammen mit unserer Lösung bei dem technischen Setup, bei der Kursgestaltung und bei Abrechnungsfragen.

Zusätzlich gibt es momentan eine Kinderheldin-Arzthotline für alle Fragen rund um Schwangerschaft und Corona.

Auch auf Social Media wurde eine Facebook-Gruppe eingerichtet, die mit Experten moderieren, kinderheldin.de ist auch verstärkt auf Instagram mit fachlichem Wissen unterwegs.

  • Facebook-Gruppe: Schwanger, Geburt und Corona - Kinderheldin ist für dich da!
  • Instagram: @kinderheldin
Für viele verschreibungspflichtige Arzneimittel haben die Krankenkassen Rabattverträge ausgehandelt. Was ist, wenn diese Arzneimittel in meiner Apotheke gerade nicht vorrätig ist?

Apotheken können auf der Verordnung/dem Rezept bestimmte Kennzeichen angeben und dann ein nicht-rabattiertes Mittel an den Patienten ausgeben – so bleibt die Versorgung gewährleistet und unsere Kunden müssen nicht mehrfach die Apotheke aufsuchen.

Der Gesundheitskurs aus der Kursdatenbank der BKK RWE, den ich gerade besuche/der jetzt beginnen soll, fällt jetzt aus. Erstattet die BKK RWE trotzdem die Kosten?

Eine unvollständige Kursdurchführung oder eine Verlängerung des Durchführungszeitraums eines Kurses aufgrund der Corona-Pandemie soll sich nicht negativ für unsere Kunden auswirken, wir erstatten dennoch die Kosten

  • wenn Kurse begonnen, aber aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen werden, können diese später fortgesetzt werden. Auch eine Fortsetzung des Kurses unter Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie ist möglich.
  • wenn Kurse aufgrund der Corona-Pandemie nicht vollständig entsprechend unserer Satzungsregelung durchgeführt bzw. besucht werden konnten und eine spätere Fortsetzung von der Kursleitung nicht angeboten wird bzw. der oder die Versicherte eine solche nicht nutzen kann, erstatten wir die Kosten mindestens auf Basis der durchgeführten Termine.

Aus der Teilnahmebescheinigung für die Kursteilnehmenden sollte hervorgehen, wie viele Kurseinheiten auf Grund der Corona-Pandemie nicht stattgefunden haben.

  • wenn Präventionskurse, deren vorgesehener Beginn in die Zeit der Kontaktbegrenzungen aufgrund der Corona-Pandemie fällt und die daher nicht als Präsenzkurse durchgeführt werden können, für einen begrenzten Zeitraum nach Zustimmung des Versicherten unter Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) durchgeführt werden können. Die Kurse sind bis spätestens 30. September 2020 zu beenden.
Wie bekomme ich mein (anteiliges) Pflegegeld, wenn der Pflegedienst einen ganzen Monat nicht im Einsatz ist?

Bitte melden Sie sich in diesem Fall telefonisch oder per Mail bei uns und teilen uns mit, für welchen Monat kein Pflegedienst tätig ist - wir weisen dann umgehend die Auszahlung des Pflegegeldes für den betreffenden Monat an. Eine automatische Auszahlung ist leider technisch nicht möglich, so dass wir auf Ihren monatlichen Anruf angewiesen sind. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Muss ich meinen Beratungseinsatz nachweisen bzw. wird mein Pflegegeld bei fehlendem Nachweis gekürzt?

Hier können wir Sie beruhigen. Der Nachweis von Beratungseinsätzen wird bis zum 30.09.2020 ausgesetzt. Es erfolgt keine Erinnerung und auch Ihr Pflegegeld wird nicht gekürzt. Gern stehen wir Ihnen aber bei einem Beratungsbedarf zur Seite und organisieren eine telefonische Beratung für Sie. Rufen Sie uns an! Auch Ihr gewohnter Pflegedienst darf sie anstelle der persönlichen Visite gern telefonisch beraten.

Kann ich trotz der Kontakt-Einschränkungen einen Antrag auf Pflegeleistungen oder Höherstufung stellen?

Selbstverständlich können Sie dies tun, am einfachsten per Telefon. Das Begutachtungsverfahren ist weiterhin möglich. Es werden lediglich andere Wege zur Ermittlung Ihres Hilfebedarfs genutzt.

Wie funktioniert trotz der Kontakt-Einschränkungen eine Pflegebegutachtung durch den Medizinischen Dienst (MDK)?

Sie erhalten entweder von uns oder vom Medizinischen Dienst einen recht umfangreichen Fragebogen. Dieser ist Grundlage eines sogenannten Telefoninterviews. Hierbei werden Sie von den Mitarbeitenden des MDK angerufen und zu Ihren Einschränkungen und Ihrem konkreten Hilfebedarf ausführlich befragt. Wir sind also verstärkt auf Ihre Mithilfe und Ihre Vorbereitung angewiesen: bitte setzen Sie sich vorab mit Ihrer Pflegeperson oder Ihren Angehörigen zusammen und besprechen die Fragestellungen. Nach erfolgtem Interview werden die Unterlagen durch den MDK ausgewertet und uns in Form eines - unter Umständen verkürzten - Gutachtens zur Verfügung gestellt. Dieses Verfahren gilt nun auch durch den Gesetzgeber bestätigt mindestens bis zum 30.09.2020. Wir bitten Sie eindringlich, sich dieser für uns alle neuen Form der Begutachtung nicht zu verschließen - in solch besonderen Zeiten wie dieser sind auch ungewöhnliche Wege zielführend!

Mein Kind müsste jetzt eigentlich zur nächsten Früherkennungsuntersuchung (U-Untersuchung). Findet diese statt?

25.03.2020

Ärzte können die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U6, U7, U7a, U8 und U9 verschieben, auch wenn dann die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten überschritten sind.

Ziel ist es, nicht unbedingt notwendige Patientenkontakte in den Praxen zu vermeiden. Dadurch sollen die Praxen entlastet und eine zusätzliche Ausbreitung des COVID-19-Virus über die Wartezimmer der Arztpraxen verhindert werden.

Ich bin Dialyse-Patient. Gibt es einen Notfall-Plan?

25.03.2020

Zur Sicherstellung der Versorgung von Dialyse-Patienten haben KBV (Kassenärztliche Bundesvereinigung) und GKV-Spitzenverband (Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen) einen Notfallplan für die Zeit der Coronavirus-Pandemie verabschiedet. Damit werden bisherige Vorgaben teilweise gelockert, sodass die Dialyseeinrichtungen bei Bedarf schnell und unbürokratisch reagieren können.

Dieser Notfallplan gilt bis zum 30.9.2020.

Zur Sicherstellung der Dialyse-Versorgung sollen die Einrichtungen flexibel auf bestimmte Notsituationen reagieren können, zum Beispiel, wenn Dialyse-Ärzte krankheitsbedingt ausfallen oder ganze Einrichtungen aus Gründen des Infektionsschutzes nicht in dem gewohnten Umfang weiterarbeiten können. In solchen Fällen können Praxen beispielsweise unkompliziert Patienten anderer Praxen übernehmen.

Auch muss im Bedarfsfall reagiert werden, wenn sich Dialyse-Patienten mit dem Virus infiziert haben. So könnte es sinnvoll sein, dass einige Dialysepraxen ausschließlich Patienten versorgen, die sich mit dem Virus angesteckt haben. Durch diese Trennung kann das Infektionsrisiko für alle anderen Dialyse-Patienten verringert werden.

Finden zurzeit Mammografie-Screenings zur Früherkennung von Brustkrebs statt?

28.04.2020 - Für das Mammographie-Screening werden ab 4. Mai wieder Einladungen verschickt. Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgesetzte Frist für die Aussetzung des Einladungswesens wird nicht verlängert.

Damit können die Screening-Einheiten wieder ihren regulären Betrieb aufnehmen und Mammographie-Aufnahmen unter Einhaltung der Infektionsschutzregeln erstellen. Auch ausgefallene Früherkennungsuntersuchungen können dann nachgeholt werden.

Ob die eingeladenen Frauen in der jeweiligen Region untersucht werden können, hängt aber auch von den lokalen Entscheidungen beispielsweise der örtlichen Gesundheitsämter ab.

Aussetzung endet am 30. April

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte aufgrund der Ausnahmesituation wegen der Coronavirus-Pandemie am 25. März beschlossen, das Einladungswesen zum Mammographie-Screening befristet bis zum 30. April auszusetzen.

Der G-BA geht davon aus, dass in den Screening-Einheiten mittels angemessener Maßnahmen und Schutzausrüstung Bedingungen geschaffen werden konnten, die eine Wiederaufnahme des Einladungswesens verantwortbar machen.

Termine können nachgeholt werden

Alle Frauen, die wegen der Aussetzung keine Einladung bekommen haben oder ihren bereits gesetzten Termin nicht wahrnehmen konnten, haben ihren Leistungsanspruch behalten. Dies gilt insbesondere für Frauen, die bis zum Ende der Aussetzungsfrist das 70. Lebensjahr vollendet haben.

Unabhängig von der Aussetzung erhalten Frauen mit auffälligen Befunden unverändert eine zeitnahe Abklärungsdiagnostik.

Quelle: https://www.kbv.de/html/1150_45900.php

Gibt es zurzeit Sonderregelungen für Krankentransporte und Krankenfahrten?

Für einen Krankentransport zu nicht aufschiebbaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen benötigen folgende Patienten vorübergehend keine Genehmigung ihrer Krankenkasse mehr:

  • Versicherte, die nachweislich an COVID-19 erkrankt sind
  • Versicherte, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen

Ärzte und Psychotherapeuten, die für solche Patienten einen Krankentransport (nicht: Krankenfahrt im Taxi) veranlassen, müssen die Verordnung entsprechend kennzeichnen.

Außerdem wurden die Fristen für die Verordnung von Krankenfahrten (z.B. im Taxi) zu einer vor- oder nachstationären Behandlung wie folgt erweitert:

  • Fahrten zu vorstationären Behandlungen können für 3 Behandlungstage innerhalb von 28 Tagen vor Beginn der stationären Behandlung verordnet werden.
  • Fahrten zu nachstationären Behandlungen können für 7 Behandlungstage innerhalb von 28 Tagen verordnet werden.

Alle Sonderregelungen des G-BA gelten rückwirkend ab 3. März bis einschließlich 31. Mai 2020. Sofern die COVID-19-Krise darüber hinaus anhält, könnten die Regelungen noch einmal erweitert werden.

Ich mache Rehasport/Funktionstraining – kann dieses Angebot jetzt auch online oder draußen fortgeführt werden?

Online-Angebote

Um die örtlichen Strukturen des Rehabilitationssports und des Funktionstrainings langfristig zu erhalten und die Liquidität der Leistungserbringer zu sichern, unterstützen die gesetzlichen Krankenkassen während der Corona-Pandemie die Durchführung des Rehabilitationssports/Funktionstrainings in Form eines Tele-/Online-Angebotes.

Das Angebot stellt ein kontinuierliches Training sicher. Voraussetzung ist hierbei allerdings, dass sowohl die Teilnehmer/-innen als auch die Leistungserbringer die technischen Voraussetzungen der modernen Informations- und Kommunikationstechnologie nutzen können.

Bitte sprechen Sie Ihren Anbieter darauf an. ob er sein Angebot Rehasport bzw. Funktionstraining als Tele-/Online-Angebot zur Verfügung stellt.

Auf der Website des Bundesverbands Rehabilitationssport finden Sie eine Auflistung der Anbieter, die zurzeit Online-Angebote zur Verfügung stellen.

Mehr Informationen zu den Online-Angeboten im Merkblatt der gesetzlichen Krankenkassen.

Rehabilitationssport/Funktionstraining im Freien

Die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband haben keine Bedenken, dass Rehabilitationssport und Funktionstraining im Freien bei Beachtung der Vorgaben im Beschluss der Sportministerinnen und Sportminister durchgeführt werden. Zusätzlich sind die spezifischen Regelungen im jeweiligen Bundesland zu beachten. Die Durchführung ist längstens bis zum 30.09.2020 möglich.

Trainieren in geschlossenen Räumen

Eine Wiederaufnahme des Rehabilitationssports und des Funktionstrainings in geschlossenen Räumen ist grundsätzlich unter Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) für den Rehabilitationssport und der Empfehlungen der Deutschen Rheuma Liga (DRL) für das Funktionstraining sowie der jeweils länderspezifischen Regelungen ebenfalls wieder möglich.

Mein Arzt hat mich an eine psychiatrische Institutsambulanz (PIA) überwiesen. Werden dort zurzeit Beratungen/Behandlungen durchgeführt?

Die Patienten kommen in der Regel nach Überweisung durch den Hausarzt oder nach einem stationären oder tagesklinischen Aufenthalt in die Institutsambulanz.

Zurzeit können Patientenkontakte bei Einwilligung der Patienten ersatzweise auch mittels Kommunikationsmedium realisiert werden. Diese Kontakte sollen vorrangig per Videosprechstunde durchgeführt werden. In Ausnahmefällen sind auch niedrigschwellige Interventionen per Telefon möglich. Dies gilt für alle in den PIA tätigen Berufsgruppen sowie im besonderen Ausnahmefall auch für Erstkontakte, wenn ein unmittelbarer persönlicher Kontakt nicht zumutbar ist.

Bitte informieren Sie sich vor Ort über die entsprechenden Angebote.

Ich habe Zahnschmerzen/einen Termin beim Zahnarzt für eine Versorgung mit Zahnersatz. Kann mein Zahnarzt mich behandeln?

Zurzeit dürfen Zahnärzte nur dringend notwendige Behandlungen durchführen. Die Versorgung mit Zahnersatz gehört in der Regel zu den aufschiebbaren Behandlungen.

Bei dringend notwendigen Behandlungen wird der Zahnarzt mit Ihnen die Dringlichkeit der Behandlung klären, Sie auf Corona-Symptome hin befragen und anschließend entweder eine entsprechende Behandlung durchführen (Zahnbehandlung oder Medikation) oder die Weiterleitung an eine Schwerpunktpraxis/ein zahnmedizinisches Behandlungszentrum veranlassen.

Heil- und Kostenpläne bei Zahnersatz, die in dem Zeitraum vom 30.09.2019 bis zum 31.03.2020 genehmigt wurden, behalten ihre Gültigkeit bis einschließlich zum 30.09.2020. Für Versorgungen, die nicht bis zum 30.09.2020 durchgeführt werden können, ist ein neuer Heil- und Kostenplan zu erstellen.

Gibt es Änderungen bei den Regelungen für Fahrkosten?

Die Fristen für die Verordnung von Fahrten zu einer ambulanten Operation wurden erweitert: Innerhalb von 28 Tagen vor der ambulanten Operation können für max. 3 Voruntersuchungs-termine Fahrten verordnet werden. Innerhalb von 28 Tagen nach Durchführung der Operation können für 7 Nachuntersuchungstermine Fahrten verordnet werden. Die Regelung gilt rückwirkend zum 09.03.2020 und ist zunächst bis zum 30.09.2020 befristet.

Normalerweise müssen durchgeführte Fahrten durch eine Unterschrift der oder des Versicherten bzw. der oder des Bevollmächtigten bestätigt werden. Auf diese Bestätigungsunterschrift wird zurzeit verzichtet. Die Quittierung kann ersatzweise durch den Leistungserbringer erfolgen.

Als Gruppen- bzw. Sammelfahrten verordnete Fahrten können zur Vermeidung unnötiger Kontakte ab sofort als Einzelfahrt im ursprünglich verordneten Transportmittel oder auch als Fahrt mit dem privaten PKW durchgeführt werden. Eine Änderung der Verordnung oder Genehmigung ist dafür nicht erforderlich. Wenn Sie Fragen zu Sammeltransporten bei Anschlussheilbehandlungen oder ambulanten Rehabilitationen haben, sprechen Sie uns gern an. Für COVID-19-Erkrankte oder Personen, die gemäß behördlicher Anordnung unter Quarantäne stehen, gelten besondere Regeln, siehe unten.

Alle corona-bedingten Verlegungsfahrten zur Schaffung von Behandlungskapazitäten werden von den Krankenkassen übernommen. Ein Krankentransport soll dann verordnet werden, wenn dadurch die Übertragung schwerer, ansteckender Krankheiten wie COVID-19 vermieden werden kann.

Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an COVID-19-Erkrankten oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, brauchen vorübergehend nicht von der Krankenkasse genehmigt werden.

Bei mir ist demnächst ein Krankenhaus-Aufenthalt geplant. Das Krankenhaus möchte vorab einen Corona-Test machen. Muss ich diesen selbst bezahlen?

Auch wenn keine Symptome vorliegen, übernehmen wir für unsere Versicherten die Kosten für einen Corona-Test bei Aufnahme ins Krankenhaus, auch bei Notaufnahmen. Dies gilt seit dem 14.05.2020; das Krankenhaus rechnet die Kosten direkt mit uns ab.

Gilt meine EHIC (European-Health-Insurance-Card; auf der Rückseite der BKK RWE-Gesundheitskarte) oder die Anspruchsbescheinigung für Abkommensstaaten trotz der derzeitigen Reisewarnungen wegen Corona?

Unabhängig von den bestehenden Reisewarnungen gilt der Leistungsanspruch auf Grundlage der genannten Dokumente uneingeschränkt. Der Leistungsumfang richtet sich dabei nach den Rechtsvorschriften des jeweiligen Aufenthaltsstaates. Nähere Informationen geben die Merkblättern „Urlaub in …“. auf der Homepage der Deutschen Verbindungsstelle Krnakenversicherung – Ausland DVKA.

Weitere Informationen zur Krankenversicherung im Ausland lesen Sie in unserer Rubrik Auslandkrankenversicherung.